Wie wird man als Kind der 90er erwachsen? Was ist erwachsen sein überhaupt und wie kommt man dahin? All diese Fragen stellen die Generation von Luke Mockridge vor ein Problem. Zuallererst wird man vor die Frage gestellt, was für ein Erwachsener man denn sein möchte. Dafür muss man auf die Kindheit zurück blicken.

In seinem brandneuem Live-Programm „LUCKY MAN“ mit welchem der Stand-up-Comedian Luke Mockridge gerade auf Tour durch ganz Deutschland ist, machte auch er einen Stopp in der ausverkauften SAP-Arena Mannheim, um die Menschen mit seiner spontanen, lustigen und ansteckenden Art zu begeistern. Er nimmt sie mit auf eine Reise in die 90er Jahre, auf eine Reise in seine Kindheit. Dabei spricht er- wie immer- seiner Generation aus der Seele. Charmant, reflektiert, scharf beobachtet, aber gewohnt optimistisch, erfasst er aktuelle Themen mit großer Neugier. Vom Einzug in die erste eigene Bude mit den allseitsbekannten Ikeamöbeln, über WG-Partys und deren Partytypen, bis hin zum großen Liebeskummer und der Selbstdarstellung über Facebook, Instagram und Co. Alle haben den Wunsch einzigartig zu sein, doch irgendwie sind dann doch alle gleich.

Alle haben die selbe Leere Shampooflasche, welche einfach nicht aus der Dusche geräumt wird, den selben Wellenspiegel von Ikea als Fehlkauf im Flur hängen, die Sucht nach der Bibel der Neuzeit: „Netflix“ entwickelt, und alle haben den Traum ein perfektes Leben wie im Film zu führen. Die „Millenials“ , wie Luke die Generationen nach dem Jahr 2000 nennt, haben doch auch überhaupt keine Ahnung mehr von Fantasie und den Kinderserien damals. Sie können uns ja gar nicht verstehen. All diese Probleme brachte Luke Mockridge mit seinem einzigartigen Humor und seiner sensationellen Interaktion mit dem Publikum auf den Punkt. Auch er versucht weiterhin seine Träume zu verfolgen und holt hiermit seine alte Schulband „Sprengstoff“ auf die Bühne, um es nochmal richtig krachen zu lassen. Mit Erfolg: die SAP-Arena bebte vor Lachen und Toben der Zuschauer.

Text © Fabienne Sophie Blüthner / Fotos © Christoph Blüthner

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