Porsche startet soziales Ausbildungsprojekt in Südafrika

Kapstadt. Porsche hat ein neues Training Center in Kapstadt eröffnet: In drei Ausbildungsjahrgängen werden insgesamt 75 Frauen und Männer aus benachteiligten Verhältnissen zum Kfz-Service-Mechatroniker ausgebildet. Damit öffnet sich ihnen die Tür für eine berufliche Perspektive in den Handelsorganisationen des Volkswagen Konzerns. Porsche bildet bewusst weit über den eigenen Bedarf hinaus, um möglichst viele Chancen zu ermöglichen. Kooperationspartner sind das Salesian Institute Youth Project (SIYP) von Don Bosco in Kapstadt sowie der Porsche-Importeur in Südafrika, die LSM Distributors.

Den ersten Jahrgang bilden acht Schülerinnen und 16 Schüler. Für sie hat Porsche im SIYP zwei Theorieräume und eine Ausbildungswerkstatt samt Autos eingerichtet. Auch der Lehrplan stammt von Porsche und seinen Experten aus dem Bereich After Sales, die für das Projekt verantwortlich sind. Diese übernehmen zudem die Qualifizierung der Ausbilder im Porsche Training and Recruitment Center South Africa unter dem Dach der weltweiten After-Sales-Qualifizierungs-Initiative PAVE, Porsche After-Sales Vocational Education. Ziel der Initiative in Südafrika ist es, nicht nur Nachwuchs für die VW-Handelsorganisationen zu gewinnen, sondern mit dem Kfz-Service-Mechatroniker langfristig ein attraktives Berufsbild zu etablieren. Gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung, Elektrifizierung und Konnektivität des Automobils kommt dem Service in den Werkstätten nochmals eine erhöhte Bedeutung zu. Und Porsche hilft mit seinem Engagement, das Bildungssystem entsprechend anzupassen und zukunftsfähig zu machen.

„Wenn ich in die erwartungsvollen Gesichter unserer Schülerinnen und Schüler blicke“, sagte Michael Drolshagen, Leiter After Sales der Porsche AG, bei der offiziellen Eröffnung, „dann ist es für mich jedes Mal eine neue Bestätigung dafür, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern genau das Richtige machen: Chancen eröffnen! Die Chance, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sich dauerhaft am Arbeitsmarkt zu positionieren. Und die Chance, über die berufliche Reputation die Stellung innerhalb der Gesellschaft zu stärken.“

Als einer der Initiatoren unterstreicht auch Uwe Hück, Porsche-Konzernbetriebsratsvorsitzender, die Notwendigkeit des Ausbildungsprojekts: „Bildung geht uns alle an und darf kein Privileg sein. Keiner kann dumm genug sein, um keine Ausbildung zu machen, denn das Trikot schwitzt nicht von alleine. Wir müssen auch die mitnehmen, die – aus welchem Grund auch immer – chancenlos erscheinen. Aber das sind sie nicht und es ist unsere Aufgabe, das Potenzial zu heben, das in jedem Menschen steckt, unabhängig von seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe. Porsche hat seit jeher eine soziale Unternehmenskultur und es ist wichtig und richtig, dass wir nicht wegsehen, sondern mit gutem Beispiel vorangehen und Wege aufzeigen.“

Mit dem Salesian Institute Youth Project hat Porsche in Kapstadt einen erfahrenen Partner an seiner Seite. „Seit 1910 vermitteln wir jungen Menschen den Glauben an sich selbst. Wir begleiten sie dabei, ihr gesamtes Potenzial auszuschöpfen. Dazu suchen wir Partner, die unsere Ziele und Werte teilen. Wir sind froh, Porsche an unserer Seite zu haben, um jenen Menschen eine Perspektive zu geben, die es sich definitiv verdient haben“, sagt Lynn Steven, Vorsitzende des SIYP. „Partnerschaften zwischen Non-Profit-Organisationen und Wirtschaftsunternehmen machen den Unterschied aus in unserer Welt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Porsche und es ist schön, dass die Schülerinnen und Schüler dadurch ein neues und hoffnungsvolles Kapitel in ihrem Leben aufschlagen können.”

Ab dem vierten Jahrgang soll sich der Ausbildungsbetrieb selbst finanzieren und komplett in die Hände des SIYP übergehen. Porsche und die Marken des Volkswagen Konzerns begleiten das Projekt aber auch darüber hinaus und übernehmen die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Curriculums sowie die Anstellung der Absolventen.

Der Weg ins Porsche Training and Recruitment Center South Africa:
Interessierte können sich für eine Ausbildung bewerben. Die Bewerber müssen aus benachteiligten Verhältnissen stammen. Je nach Qualifizierung gibt es drei Wege in die Ausbildung: Besitzt ein Bewerber bereits die Ausbildungsreife, steigt er direkt in die zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Kfz-Service-Mechatroniker ein. Ist der Bewerber noch nicht so weit, kommt er in ein sogenanntes Lifeskills-Training im Don Bosco Salesian Institute Youth Project (SIYP), das zwischen sechs bis acht Wochen dauert. Fehlen grundsätzliche Fertigkeiten, gibt es die Möglichkeit für die Bewerber, sich über ein berufsvorbereitendes Jahr zu empfehlen. Das können bis zu 50 Personen sein, die in jedem Fall einen deutlichen Entwicklungssprung machen – unabhängig davon, ob sie am Ende schon ausbildungsreif sind. Vorbild des Ausbildungsprojekts in Kapstadt ist das Porsche Training and Recruitment Center Asia in Manila, das seit 2008 – ebenfalls in Kooperation mit Don Bosco und dem lokalen Porsche-Importeur – junge Filipinos zu Kfz-Service-Mechatroniker ausbildet.