In Berlin ließen die Adler Mannheim vergangenen Sonntag drei Punkte, weshalb heute eigentlich wieder ein Sieg auf der Agenda stand, zumindest gegen Augsburg in heimischer Halle vor 7.458 Zuschauern, den Tabellenvorletzten.

Zu Beginn der Partie hatte Augsburg das Zepter fest in der Hand und dominierte den Spielaufbau der Mannheimer, unterbrach diesen und legte Chancen vor. Langsam aber sicher kamen auch die Gastgeber zum Zug und bauten Druck auf, womit es bereits nach einem Treffer roch. Nicht lange blieb dieses Tor aus, dass Matthias Plachta auf Zuspiel von Ryan MacMurchy, der heute nach langer Krankheitsphase wieder auf dem Eis stand, in der 10. Spielminute erzielte. Glücklicherweise ließen die Panther den Kurpfälzern meilenweit Platz vor dem Tor, weshalb es Matthias Plachta nicht mehr allzu schwer hatte, gegen Benjamin Meiner. Im Powerplay überzeugten die Blau-Weiß-Roten hingegen weniger und begaben sich ganze 16 Sekunden vor Ende ins Angriffsdrittel, der Erfolg blieb entsprechend aus – Zwischenstand 1:0.

Im Mittelabschnitt folgte zeitnah ein Powerplay für das drittstärkste Powerplay-Team der Liga, Augsburg, die jedoch ihre Statistiken nicht verbessern konnten. In der 24. Minute bekam Thomas Larkin die Scheibe auf sein Visier und klappte zusammen wie ein Taschenmesser. Glücklicherweise war der vermeintliche Gesichtstreffer nur am Visier abgeprallt und sorgte nach Untersuchung auf der Bank für keinen weiteren krankheitsbedingten Ausfall auf Seiten der Mannheimer. In der 29. Minute folgte ein besonders ärgerlicher Treffer aus Sicht von Dennis Endras, dem die Scheibe von der Stockhand nach oben prallte und hinter die Linie fiel. Auch der Videobeweis brachte kein gegenteiliges Ergebnis für die verärgerten Adler-Fans; für einige unliebsamen Moment der Blau-Weiß-Roten gab es teilweise sogar Pfiffe gegen die Mannschaft.

Im Schlussdrittel galt es in Führung zu gehen, um die Verlängerung und den damit einhergehenden Punkteverlust zu vermeiden. In der 46. Spielminute gelang Devin Setoguchi die Führung im Alleingang mit der Rückhand durch die Beine von Meisner. Bis zum Schlusspfiff stand auf Seiten der Gastgeber alles im Zeichen der Verteidigung, die es aufrecht zu erhalten galt. Bis zur letzten Sekunde hielten die Blau-Weiß-Roten konstant ihre Führung, ließen den ein oder anderen Schuss aufs Tor zu, machten jedoch nach wie vor Druck nach vorne. 15 Sekunden vor Schluss traf Mark Cundari zum Ausgleich, was bei den Fans zu noch schlechterer Stimmung und Buh-Rufen führte – Zwischenstand 2:2.

In der Verlängerung nahmen sich die Kurpfälzer noch zwei Strafminuten, die haarscharf zum Siegtreffer für Augsburg führten. Die letzten 21 Sekunden blieben jedoch für Mannheim im Powerplay, ohne Erfolg.

Mannheim                                                                Augsburg

#42      Treffer                                                           #9        x

#27      x                                                                   #4        x

#22      x                                                                   #40      x

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Text J. Bamberger / Bilder D. Glaser // CGRN