Nach einem hart erkämpften Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt zu Hause, folgte heute die Auswärtspartie gegen den amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München, der vor der Partie Jerome Flaake zum 500. DEL Spiel beglückwünschte.

In die ersten 20 Minuten fanden sich die Adler Mannheim, die sich aktuell statistisch gesehen mit den Münchnern auf Augenhöhe befinden, sehr gut ein und hielten das vorgegebene Tempo der Gastgeber. Bedauerlicherweise hatten die Gäste ganze drei Besuche auf der Strafbank zu verzeichnen, wovon die erste Strafe zum Abschluss von Michael Wolf auf Zuspiel von Yannik Seidenberg und Frank Mauer führte. Der Münchner Torschütze stand im Powerplay frei vor dem Tor und konnte auch von Matthias Plachta nicht aufgehalten werden. Nach der Führung der Bayern verloren die Blau-Weiß-Roten den Anschluss und alle Versuche, unter anderem der Alleingang von Setoguchi konnten Top-Torhüter Leggio nicht überwinden – Zwischenstand 0:1.

Das Mitteldrittel, dass sich für gewöhnlich etwas ruhiger gestaltete, war in dieser Partie womöglich der Schlüsselmoment, der mit vier Toren in 20 Minuten es wirklich in sich hatte. Die ersten 10 Minuten dominierten die Münchner die Partie völlig und knüpften an die 16:2 Torschuss-Statistik aus dem ersten Drittel an. In der 22. Minute legte Konrad Abeltshauser mit dem 2:0 vor, wobei Dennis Endras die Scheibe schlichtweg durchrutschte. Nur 5 Minuten später ließ Brooks Macek die Scheibe im oberen linken Eck der Gäste zappeln. Der Befreiungsschlag und sogenannte „Büchsenöffner“ war dann erneut der erfolgreichste Torschütze der Kurpfälzer, Chad Kolarik, der die Scheibe ebenfalls ins obere linkere Eck packte. Dabei blieb es jedoch nicht, denn in der 33. Minute folgte dann Garret Festerling mit dem Schuss unter der Fanghand von Leggio durch und rückte den Bayern damit mächtig auf die Pelle. Ex-Adler Frank Mauer sah seine Mannschaft als die Bessere und meinte, sie müssten die Konter vermeiden, mehr laufen und mehr Tore schießen und mit der Schippe mehr, stünde dem Sieg somit nichts im Wege – Zwischenstand 2:3.

Im Schlussdrittel hinkten die Mannheimer extrem hinterher und mussten sich bereits zu Beginn der letzten 20 Minuten geschlagen geben. In der 47. Spielminute packte dann Jason Jaffray nochmals einen drauf und nutzte den Rebound zum Siegtreffer. In den letzten beiden Minuten versuchte sich Sean Simpson im 6 zu 4, doch vergeblich. Die Leistung der Adler Mannheim im Schlussdrittel einfach einen Schritt zu langsam und somit eine weitere Niederlage und drei verschenkte Punkte durch zu viele Zeitstrafen in den entscheidenden Momenten – Endstand 2:4.

Die Stimme nach dem Spiel von Kevin Maginot:
„Wir sind erst im zweiten Drittel gut ins Spiel gekommen, sind dem Spielstand hinterhergelaufen und hatten und dann aber gut ran gekämpft. Mit meinem Assist zum ging sehr schnell, ich sah Festerling vorangehen und dann hat es funktioniert. Für das nächste Spiel gegen Iserlohn sollten wir von bereits von Anfang an bereit sein und wenn wir den Rückstand zu Beginn direkt vermeiden, bin ich optimistisch, dass das klappt mit dem Sieg.“

Text J. Bamberger / Bild D. Glaser // CGRN