Unterirdische Leistung der Adler Mannheim führt zum Serienausgleich für Berlin

Nachdem die Adler Mannheim vergangenen Sonntag zu Hause in der Serie in Führung gingen, galt es heute den Sieg nach Hause zu holen, um am Freitag den Sack zuzumachen. Auch die Berliner Fans ließen sich nach der imposanten Choreographie der Mannheimer Fans nicht lumpen und konterten mit einer Ähnlichen Fassung, die ebenfalls für Begeisterung sorgte.

Zum ersten Drittel standen die Sterne dafür auch entsprechend gut. Die ersten Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin und schien fast schon langweilig. Allerdings entpuppte sich die Ruhe vor dem Sturm zu einem Aufschwung, als Ryan MacMurchy von seiner „Murchy-Position“, die kaum einer so gut beherrscht wie er, das erste Tor in Überzahl in der 17. Spielminute erzielte. Ganze 29 Sekunden dauerte es, bis die Scheibe im Mannheimer Netz zappelte, wofür Charles Linglet sorgte. Ärgerlich aus Sicht der Mannheimer, trotz allem ein gutes Omen, das erste Tor eingenetzt zu haben. Beide Mannschaften kamen richtig in Fahrt, bis die Sirene zur Drittelpause ertönte. Bevor beide Teams in die Kabine einzogen, leisteten sich David Wolf und Charles Linglet ein heftiges Wortgefecht, das von den Unparteiischen unterbunden werden musste – Zwischenstand 1:1

Christoph Ullmann zum ersten Drittel meinte, die Mannschaft müsse gut vorchecken, sei läuferisch stark und müsse Zeitstrafen vermeiden, da sie sonst aus dem Rhythmus kämen.

Zum Mitteldrittel konnte das Team von Sean Simpson den Plan von Christoph Ullmann bedauerlicherweise nicht umsetzen. In der 26. Spielminute tunnelte Louis-Marc Aubry Dennis Endras und erweiterte auf 2:1. André Rankel legte dann in der 28. Spielminute nach, indem er den Rebound vom vorausgegangenen versuchten Bauerntrick nutzte und die Scheibe ins Netz katapultierte. Zum Powerbreak rief Sean Simpson seine Mannschaft zusammen und machte eine lautstarke Ansage, zu der nicht zufriedenstellenden Leistung. Auch das schien nichts zu bringen, denn die Adler waren maximal auf die Scheibe, allerdings nicht auf den Gegner fixiert, weshalb sich ein Fehler nach dem anderen einschlich. In der 35. Spielminute stellte Vehanen Daniel Sparre vorsätzlich, also mit purer Absicht das Bein mit seinem Schoner und riskierte das Zufall gehen von seinem Gegner. Dieser beschwerte sich über die nicht geahndete Strafe; für die Beschwerde bekam Daniel Sparre eine zweiminütige Verschnaufpause, Vehanen blieb verschont. Diese und viele andere Entscheidungen der Unparteiischen beeinflusste die Partie zunehmend, weshalb Laurin Braun in der 37. Spielminute den Rebound von der Latte verwandelte und die Scheibe hinter die Linie schob – Zwischenstand 4:1.

Zum Schlussdrittel setzten die Gastgeber mit einem weiteren Tor von Laurin Braun durch einen Schlagschuss den Punkt auf dem i. Der Frust war den Blau-Weiß-Roten sichtlich anzumerken. Die große Feier bei den Berliner Fans brach vollends aus, als Darin Olver im Alleingang zum 6:1 nachlegte. Danach folgte ein herber Faustkampf zwischen David Wolf und Alexander Roach, der hart bestraft wurde – Wolf erhielt 2+2+5+SD und Roach 2+2+10 Minuten. Bis zum Schlusspfiff hagelte es Zeitstrafen, für Mannheim galt es abhaken – Endstand 6:1.

Text J. Bamberger / Bild D. Glaser // CGRN