Nach dem zweiten Auswärtssieg und Shutout für Chet Pickard gegen Köln und Ingolstadt gab es heute erneut die Chance am Familientag einen Sieg gegen die Tabellenspitze einzufahren. Trotz des guten Laufs von Ex-Rooster Pickard, bekam Dennis Endras die Möglichkeit zwischen den Pfosten zu beweisen, was sich bereits im ersten Spielabschnitt bewehrte.

Bereits in den ersten 30 Sekunden gab es haarscharfe Torchancen durch die Überzahl der Gastgeber, die jedoch ohne Erfolg blieben. In den ersten 10 Minuten lag das Momentum auf Seiten der Blau-Weiß-Roten, das sich der Anführer der DEL-Tabelle schnell wieder nahm und mit gefährlichen Alleingängen glänzte. In der 17. Spielminute bekam die Partie eine gesundheitsgefährdende Note, als Aaron Johnson Dane Fox Kopf voraus in die Bande checkte, dieser das Eis direkt verließ, in die Kabine torkelte und der Bandencheck neben vielen anderen „Strafen“ ungeahndet blieb. Tore fielen keine und schienen neben der schnellen und körperbetonten Spielweise nebensächlich – Zwischenstand 0:0.

Im Mitteldrittel brachen die Kurpfälzer buchstäblich das Eis und legten Andreas Jenike in der 24. Spielminute sein erstes Ei. Marcel Goc erhielt die Scheibe von Marcus Kink, drehte sich um die eigene Achse und platzierte die Scheibe über der Fanghand im Netz. Nach dem ersten Treffer kam auch mehr Schwung in die Kiste und die Scheibe war mit bloßem Auge kaum noch zu sehen. In der 30. Spielminute stockte den Adler Fans dann kurz der Atem, als Marcel Goc den Schläger seines Gegenübers im Gesicht hatte und direkt schmerzerfüllt auf die Bank und kurzzeitig in die Kabine fuhr. Trotz einem weiteren Powerplay für Mannheim blieben weitere Netzzappler aus – Zwischenstand 1:0.

Das Schlussdrittel beinhaltete den reinen Kampf um den Führungserhalt der Mannheimer Adler. Nürnberg erkämpfte sich immer wieder Chancen und war präsent vor dem Gastgebertor, scheiterte jedoch permanent an Dennis Endras, der einen sehr guten Job machte und an die Leistung von Chat Pickard anknüpfte. Leo Pförderl kollidierte in der 50. Minute mit einem Mannschaftskollegen und schlug sich dabei ein blutiges Gesicht. 5 Minuten vor Schluss folgte dann das Powerplay für Nürnberg, das ohne Tor blieb. Der Check gegen Aaron Johnson 3 Minuten vor der Sirene, verschaffte dann Mannheim noch einmal die Möglichkeit den Sieg festzumachen. Nürnberg machte entsprechend Druck, verteidigte jeden Mannheimer Spieler und ließ Brent Raedeke fast noch eine Lücke. Durch zu vieler Spieler auf dem Eis fehlte dann noch Luke Adam, der den Tigers 3,7 Sekunden vor Schlusspfiff das Gegentor ermöglichte – Zwischenstand 1:1.

In der Overtime ging Sinan Akdag im Alleingang auf Andreas Jenike zu, tunnelte diesen und holte somit wenigstens zwei der drei Punkte nach Hause.

Die Stimme nach dem Spiel von Dennis Endras:

„Ich war bei dem Treffer 3,7 Sekunden vor Schluss sehr angefressen. Nürnberg hat sich kurz vor Schluss in die Overtime gerettet und jetzt fehlt und eben ein Punkt. Wenigstens haben wir die Overtime gewonnen und haben 2 Punkte geholt. Zu Beginn der Saison hatten wir einige Startschwierigkeiten und haben uns mit den letzten Spielen eine Portion Selbstvertrauen geholt.“

Text J. Bamberger / Bilder D. Glaser // CGRN

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