Diese Woche blieb in der Mannheimer SAP Arena für die Adler Mannheim das Licht aus, denn das Auswärtswochenende stand bevor. Nach der herben Niederlage in Wolfsburg am Freitag und mit Dejardin ein weiterer Neuzugang und zugleich Verletzter, hieß es heute mal wieder Farben bekennen in Bremerhaven.

Auch wenn die lädierte Mannschaft von Sean Simpson mit 19 Spielern (inkl. Torhüter) in Bremerhaven antrat, hatte dieser entsprechende Absprachen mit seinem Team zu Wechseln und dem Einteilen der Kräfte abgestimmt, so Christoph Ullmann vor der Partie. Ziel war es hierbei von der Strafbank fern zu bleiben, was größtenteils gelang. Durch die fehlenden Spieler litt zusehend in der Vergangenheit die Abwehr, die heute bei beiden Mannschaften sehr groß geschrieben wurde. Mannheim biss sich immer wieder durch die neutrale Zone in das Angriffsdrittel, spielte die Scheibe tief und zeigte Präsenz bei Pöpperle. Highlight in den ersten 20 Minuten war die 2+10 Minuten Strafe für Jensen und dessen „Schwalbe“ sowie der nicht gewertete Treffer in der 15 Spielminute. Lampl checkte Aaron Johnson vor dem Tor, brachte ihn zu Fall und dieser rutschte in Dennis Endras und die Scheibe in das Tor hinein. Nachdem die Schiedsrichter den Videobeweis bemühten, wurde das Tor für Bremerhaven nicht anerkannt – Zwischenstand 0:0.

Zum mittleren Spielabschnitt kamen die Mannheimer wesentlich besser aus der Kabine, was sie in der 24. Spielminute direkt unter Beweis stellten. Setoguchi blockte die Scheibe ab und diente somit als Vorlage für Phil Hungerecker, der die Scheibe mit einem Schlagschuss bei Pöpperle im Netz zappeln ließ. Die Zeitstrafen blieben bei beiden Mannschaften nicht aus, woraus in Überzahl das erste mögliche Tor für die Pinguins entstand. Doch alle Bemühungen halfen nicht, denn bevor die Scheibe die Linie passierte, war bereits abgepfiffen. Wichtig auch für den Schluss ist es, die Wechsel so knapp wie möglich zu gestalten, um dem hohen Tempo gerecht zu werden, sagte Marcel Goc zur Drittelpause – Zwischenstand 0:1.

Im Schlussdrittel wollten die Gastgeber es noch einmal wissen und provozierten eine Bankstrafe nach der anderen bei den Gegnern. Die ursprüngliche Plan davon fernzubleiben, konnte nicht umgesetzt werden. Dennis Endras, der vergangenen Freitag nach dem zweiten Drittel und einem 5:0 aus Sicht von Wolfsburg ausgewechselt wurde, hielt heute dem dauerhaften Beschuss in Unterzahl Stand. Allen Bemühungen zum Trotz, konnte Dennis Endras nicht jeden Schuss abwehren, weshalb in der 55. Spielminute der lang überfällige erste Treffer von Bremerhaven folgte. Urbas nutzte den Rebound, bekam somit die Scheibe zum zweiten Mal auf die Kelle und schaufelte diese ins Mannheimer Tor – Zwischenstand 1:1.

In der Overtimer holte sich Rumble den Siegtreffer, nutzte den Rebound von Dennis Endras, drehte sich im Arm von Sinan Akdag um die eigene Achse und legte unter dem Schoner durch, nach – Endstand 2:1.

Die Stimme nach dem Spiel von Phil Hungerecker, dem die Worte fehlten:

„Wir haben couragiert gearbeitet und es war natürlich sehr bitter, dass wir jetzt im letzten Drittel die Führung abgegeben haben. Wir wissen, dass Bremerhaven wirklich hart spielt und so ist es schwer zu sagen, was für die Niederlage entscheidend war. Das wichtigste für uns ist, dass wir als Team zusammengehalten haben. Und der eine Punkt ist nun ein kleiner Lohn für die harte Arbeit.“

Text J. Bamberger / Bild D. Glaser // CGRN