Nach der langen Olympiapause, die mit dem größten Erfolg in der Eishockeygeschichte für Deutschland endete, ging es heute nach dem Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings, das erste Mal wieder vor heimischem Publikum zur Sache. Vor der eigentlichen Partie erwies Geschäftsführer Matthias Binder den Silbermedaillengewinnern die Ehre und beglückwünschte sowohl die Kölner Spieler, als auch die Mannheimer mit Blumen und einem Erinnerungs-Schnappschuss. Felix Schütz ließ sich dabei krankheitsbedingt entschuldigen und verbrachte den Abend im Hotel.

Im ersten Spielabschnitt gaben die Adler Mannheim den Ton an, auch wenn sie zu oft die Strafbank besetzten. Ziemlich souverän meisterten sie die Unterzahl, die jedoch am Tore schießen hinderte. In der 14. Spielminute eröffnete Devin Setoguchi die Partie mit dem ersten Treffer. Dieser erhielt die Scheibe von Desjardins und Festerling und nutzte den Rebound vom Kölner Goalie Gustaf Wesslau, schlug nach und beförderte die Scheibe hinter die Linie. Das Team von Peter Draisaitl fand in den ersten 20 Minuten noch nicht so sehr ins Spiel und glänzte nur mit einigen Momentaufnahmen, die für Dennis Endras punktuell für Hochphasen im Torraum sorgten – Zwischenstand 1:0.

Zum Mitteldrittel sammelten die Kölner Haie einige Bankstrafen und schwächten sich dadurch selbst und erneut. Trotz der zahlreichen Überzahlmöglichkeiten der Gastgeber, fanden diese den Weg an Gustaf Wesslau nicht vorbei. Dennis Endras hatte ebenfalls einige namhafte Paraden zu verzeichnen, durch einige wenige Momente der Gäste, die sich den Weg ins Angriffsdrittel bahnten. Eriksson verließ vier Minuten vor Schluss das Eis, getroffen von einer Scheibe – Zwischenstand 1:0.

Zum Schlussdrittel legten sich die Kölner nochmal mächtig ins Zeug, von Bankstrafen keine Spur. Konsequent bauten beide Mannschaften auf, brachten die Scheibe tief und hielten sich bedeckt mit Strafen, doch das alles reichte mit den Torhüterleistungen nicht zum Treffer. In der 50. Minute gab es für den Kölner Goalie dann doch kein Halten mehr, denn die Rechnung mit Chad Kolarik hat er nicht gemacht. Die Scheibe kam Kolarik nämlich nach dem Rebound vor dem Tor auf dessen Kelle, die er daraufhin gekonnt einnetzte. Recht schnell war der Frust der Rheinländer zu spüren, die statt mit Leistung mit Trotz reagierten und sich mit ihren Strafen in der Tabelle nach unten katapultierten – Endstand 2:0 mit dem ersten Shutout für Dennis Endras.

Die Stimme nach dem Spiel von Dennis Endras:
„Die Spiele gegen Köln sind immer schwer. Im Moment geht es um jeden Punkt, heute haben wir wieder 3 Punkte geholt, was natürlich sehr wichtig für uns ist. Auch wenn die Playoffs erst vor der Türe stehen, spielen wir seit 10-12 Spielen in den Playoffs – es geht um Alles. Zurzeit läuft es wieder ganz gut, 9 Siege aus 12 Spielen; wir haben das Herz wieder am rechten Fleck, haben die Leidenschaft und das bringt uns weiter. Es war super, dass wir im Derby in Schwenningen geehrt worden sind, nach unserer Rückkehr und der Silbermedaille. Das zeugt von Größe der Schwenninger Wild Wings.“

Text J. B. / Bilder D. G. // CGRN

« 1 von 3 »