Der 24-jährige Motorradrennfahrer Marvin Fritz aus Neckarzimmern hat beim Finale zur Langstrecken-Weltmeisterschaft in Suzuka/Japan den hervorragenden fünften Gesamtrang belegt. Beim legendären Acht-Stunden-Langstreckenrennen, das zum 40. Mal auf dem Suzuka Circuit stattfand, feierte der japanische Motorradhersteller Yamaha den dritten Sieg in Folge. Der Japaner Katsuyuki Nakasuga hatte mit seinen Teamkollegen Alex Lowes (GB) und Michael van der Mark (NED) im Ziel nach 216 Runden einen Vorsprung von 2 Minuten und 9,052 Sekunden vor dem Kawasaki Team Green. Mit vier Runden Rückstand belegte das YART Yamaha-Team mit Marvin Fritz, Broc Parkes (AUS) und dem Japaner Kohta Nozane den fünften Gesamtrang. Das YART-Team von Teamchef Mandy Kainz aus Österreich war in Suzuka sowie im WM-Klassement jeweils das zweitbeste Yamaha-Team und Marvin Fritz ist der erfolgreichste deutsche Fahrer in der Langstrecken-WM. Für den gebürtigen Mosbacher Marvin Fritz, der für den ADAC Pfalz startet, endet seine erste Langstrecken-WM Saison erneut mit einem Spitzenresultat. Beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans/Frankreich im April fehlten nur 19,819 Sekunden zum ersten WM-Sieg. Auch beim Heimrennen in Oschersleben stand Marvin Fritz, der 2016 Deutscher Meister in der Superbike-IDM war, als Zweiter auf dem Podium. Durch die bessere Platzierung beim WM-Finale in Suzuka hat das GMT94 Yamaha-Team noch den WM-Titel mit 146 Punkten errungen. Zweiter wurde das Suzuki Endurance Racing Team mit 136,5 Zählern knapp vor dem YART Yamaha-Team mit Marvin Fritz, die 130,5 Punkten erzielten. Als bestes deutsches Team belegte das Voelpker NRT48-Schubert-Team mit 42 Zählern den 14. Gesamtrang. Für das NRT48-Team ging Jan Bühn aus dem badischen Kronau auf BMW an den Start, sie siegten auf dem Slovakia-Ring in der Stocksport-Wertung. Weitere Informationen über die Langstrecken-WM gibt es im Internet unter www.FIMEWC.com .

Text : Michael Sonnick

Foto : Marvin Fritz (Neckarzimmern/links) wurde WM-Dritter und Jan Bühn (Kronau) belegte als bester BMW-Pilot den 14. Gesamtrang (Foto von Hermann Rüger)