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Dani Suara gewinnt den „SingYourCity“-Song – Contest anlässlich der Heimattage Baden Württemberg

Chorlegende Gotthilf Fischer eröffnete –  und 16 Finalisten rockten den Kronenplatz

Dani Suara gewinnt SingYourCitySong-Contest

Oberbürgermeister Holzwarth übernahm die Siegerehrung –  am 7. Juni erscheint der CD-Sampler

Dani Suara, 37-jähriger –  Singer-Songwriter aus Backnang, gewann mit „Leben und leben lassen“ den „Sing Your City Song-Contest“, zu dem anlässlich der Heimattage in Winnenden, die Musikfirma 7us Media Group GmbH aufgerufen hatte. The Second Sight aus Esslingen wurden mit „ A Place Called Home“ zweiter. Den dritten Platz teilten sich zwei Lieder auf Schwäbisch: „Schwobaland“ der Lokalmatadoren von Brozzo und „Bloß dr.Blues“ von Heiler und Panhans aus Stuttgart. Marie, 22-jährige Sängerin aus Höfen, gewann den Sonderpreis – einen Auftritt beim „Welcome To Europe“ – Festival am 2.Juli im Europa Park Rust. Ihr Titel: „Wir schrumpfen den Planeten ein!“    

Das Thermometer zeigte 3,5 Grad, vor der Bühne frierende Menschen, die meisten mit Schirmen bewaffnet, so präsentierte sich die wahrlich unwirtliche Szenerie am Samstag um 14. 00 Uhr, als Chorlegende Gotthilf Fischer und seine Choristen die Bühne beim Kronenplatz erklomm, um seinen extra zu den Heimattagen aufgelegten Song anzustimmen: „Sing mit“ , eine – so Gotthilft – musikalische Aufforderung zum Glücklichsein. Als nach ca. einer Minute das Playback ausfiel, zeigte sich die ganze Souveränität des 91-jährigen Dirigenten und seines Chores – Animiert von ihrem jugendlich tänzelnden Chef sangen die Choristen a cappella weiter und wurden dafür mit viel Applaus bedacht.

Danach ging der Contest los. Statt Jürgen Hörig, der kurzfristig wegen Krankheit ausgefallen war, musste 7us – Chef Hans Derer ans Mikro und erklärte die Modalitäten:

104 Songs zum Thema Heimat, Zusammenleben und Toleranz waren eingegangen. 17 wurden ausgewählt und 16 Acts wurden letztlich zum Finale in aufgeführt – denn auch Max Trierweiler aus Rudersberg, mit 80 Jahren ältester Teilnehmer, musste sich nach einem Treppensturz am Freitag Abend sein Erscheinen absagen.    

Doch Stilistisch ging es danach quer durch den Gemüsegarten – von Pop bis Rock,  von heiter bis besinnlich. Gesungen wurde auf Deutsch, Schwäbisch und Englisch! Aber immer: live. Das schöne: Alle Finalsong werden auch auf CD gebannt! Am 3. Juni soll diese erscheinen.

Die drei Sieger erhielten Geldpreise. 300 Euro für den Gewinner, 200 für den 2. Und jeweils 100 Euro für die dritten Plätze. Doch wie wurden diese ermittelt?   

Zum einen zählte das Votum einer Jury,  bestehend aus  Musikfachleuten wie Matthias Mundl, Chef der Jugendmusikschule in Winnenden, Lars Besa (Sänger von Normahl), Matthias Niemyt (A & R – Manager bei 7us) , Jeremy Riley (Sänger und Gewinner des European Songcontests für Nachwuchsacts), Claudia Wandrey (Moderatorin bei Regio TV und Redakteurin von Puls TV), Dan Peter (Geschäftsführer des evangelischen Medienhauses und Moderator der Sendung „vollwert“) sowie Roland Bless, Gründer von PUR.  Zum anderen wurden Lautstärke und Intensität des Applauses gemessen. Doch bereits nach dem zweiten Lied forderte die Kälte ihr erstes Opfer: Jurymitglied Roland Bless, auch vorgesehen für einen Auftritt vor der Siegehrung, musste nach einem Schwächeanfall die Segel strecken. Bereits mit Fieber angereist, ging es in die Notaufnahme. Glücklicherweise ist er mittlerweile wieder wohlauf.      

Sascha Ungerer     

Und dann ging es los

  1. Brozzo – Schwobaland

Als erstes traten die Lokalmatadoren an: Brozzo, die Legenden aus Leutenbach zählen zu den absoluten Abräumern des Schwobarock –  im SWR waren sie schon unter den  TopActs notiert – ihren Song   „Schwobaland“ performten sie perfekt rockend.

  1. Marie –  Wir schrumpfen den Planeten ein

Startnummer zwei wurde produziert in und um Winnenden: „Wir schrumpfen den Planeten ein“ ist ein unbeschwerter Song bei dem es um Freiheit und Selbstverwirklichung geht, eingesungen von der 22-jährigen Marie, die in Höfen lebt und im Winnender Krankenhaus arbeitet. Der charmante Deutschpop-Track besitzt durchaus Hitcharakter 

  1. Friedel Kehrer –  Schwäbisch isch so schee

Friedel Kehrer, hochdekorierte Schwaben-Poetin aus Reutlingen, gewann schon viele Kleinkunstpreise, und was sie singt, braucht man gar nicht groß zu interpretieren. Begleitet von ihrer Gitarre brachte sie ihren charmanten Song auf den Punkt. „Schwäbisch isch so schnee“    

  1. Michael Breitschopf – Wo du jetzt bist 

Auch der nächste Interpret trat nur mit Gitarre auf – und bediente diese perfekt:  Er ist 22 Jahre alt,  kommt aus Hohenlohe und heißt Michael Breitschopf. In seinem Lied würdigt er den nach Wolle Kriwanek vielleicht bekanntesten schwäbischen Live-Act: Gonzo, ein beliebter Musiker, der im vorigen Jahr überraschend verstarb. „Wo du jetzt bist“ wurde mit viel Applaus bedacht.

  1. Des Duo – Mami

Viel Mühe mit ihrem Outfit gaben sich „Des Duo“ aus Kirchheim. Im feinen dunklen Zwirn performten sie ihren Song „Mami“ auf die Melodie von „Sunny“ –  ein nicht ganz ernstgemeintes Lied über „Heimweh…“

  1. Christina – As one

International, nämlich englisch, sang Christina. Die Fellbacherin, gerade 17 Jahre alt,  appellierte in ihrem Song „As One“, geschrieben von dem Neustädter Produzenten Rodolfo Guzman Tenore, an den Zusammenhalt der Menschen! – Lasst uns wie „eine Einheit“ auftreten!  

  1. Elisa – Marie Kraus

Die mit Abstand jüngste Teilnehmerin war sie:  Die Leutenbacherin Elisa-Marie ist im Januar 12 geworden und hat schon früh angefangen Musik zu machen. Klavier und Gesang ist ihre Leidenschaft. Das Lied „Hand in Hand“ hat sie selbst geschrieben. Es handelt von dem Winnender Mops und ihrem Wunsch nach Frieden und vor Allem in Winnenden dafür „Hand in Hand“ zu stehen!

  1. b human – Like a human

Die Rockband aus Singen besteht aus der Sängerin Gabi und dem Gitarristen Schmalli.  Seit seit 2012 stehen sie gemeinsam auf der Bühne. 2015 veröffentlichten sie ihr erstes Album und standen 2017 im Finale des Deutschen Rock- und Pop Preis.  Wer in die Songs von b human! eintaucht, erlebt nicht nur Musik – b human! ist ein Aufruf sich auf sensible Melodien, Rhythmen und Emotionen einzulassen.

  1. The Second Sight – A Place Called Home

Wer Depeche Mode mag wird sie lieben: The Second Sight. Nach längerer Schaffenspause haben sich Dierk und Alex aus Esslingen wieder zusammengefunden und präsentierten in Winnenden heute ihre neueste Single: „A Place called home“ ist das, wonach wir uns alle sehnen. Vor allem in unserer heutigen Zeit sind so viele Menschen wie nie zuvor auf der Suche nach einem Platz, den sie ihr zuhause oder „Heimat“ nennen dürfen.

  1. Ruben Fritz – Per Anhalter ans Meer

Einen Deutsch-Pop-Song im Stile eines Giesinger oder Forster servierte der Singer-Songwriter Ruben Fritz. „Der Weg von Remseck am Neckar bis ans Meer ist sau weit, vor allem mit einer kaputten Karre“, sagte er dazu. Ein langer steiniger Weg liegt vor ihm doch mit etwas Hilfe „…schaffen wir es alle irgendwann ans Meer!“ –  Seit 2015 ist Ruben Fritz mit seiner Band oder seinem Soloprogramm unterwegs.

  1. Ala Heiler – Bloß dr Blues

Ala Heiler aus Stuttgart ist Singer, Songwriter, Entertainer. 1985 & 1987 trat er mit der band WIND zweimal beim ESC auf – und belegte beides mal den zweiten Platz. Als musikalischer Tausendsassa und „gscheiter Schwob“ hatte er in Winnenden „bloß dr Blues.“ Und heimste mit den größten Applaus ein. Zitat: „Frau weg, Auto he, koi Schnaps und dann regnets au no aber wenn man nichts mehr zum verlieren hat kann man nur gewinnen!“

  1. Dani Suara – Leben und Leben lassen

Nach genau diesem Motto lebt der Backnanger Musiker, Sänger & DJ. Er hat bereits einige regionale Preise und viel Bühnenerfahrung als Bandmitglied, aber auch als Einzelinterpret gesammelt. Mit einer an Naidoo erinnernder Stimme packte er das Publikum und Jury gleichermaßen. 

  1. Uwe Schäfer – Monster

Der Ex Winnender beschreibt mit „Monster“ augenzwinkernd den „Kulturschock“ beim Wechseln vom schwäbischen „Provinzle“ in die Wahlheimat Wien. Heute bezeichnet er beide „Metropolen“ als seine Heimat. Der „Nordalpenmigrant“ ist mittlerweile in Wien angekommen ist aber immer wieder gerne bei uns!

  1. HER(T)Z(M)ACHT – Michael Fiedler & Band – Am liebsten gut

Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern meist auch Personen, die einen Ort erst zur Heimat machen. So singt heute Michael Fideler mit seiner neu formierten Band über seine Oma, die ihm so manche Lebensweisheit mit auf den Weg gegeben hat, die der Mühlacker Sänger auch heute noch beherzigt. Dargeboten mit Cello, Keyboards gab es bei diesem Song echtes Gänseaut- Feeling! 

  1. Tobias Haase – Mir brauchet

Der Tübinger Liedermacher hatte mit diesem Song und der Zeit in der er entstanden ist eigentlich schon abgeschlossen. Seine Fans aber noch lange nicht! Ob Fasnet, Hocketse oder Volksfest immer wieder wollte die Zuschauer genau das Lied hören und übertönen beim Mitsingen den Sänger meist selbst. Überwältigt von dieser Freude der Fans  hat er den Song wieder aus der Schublade geholt und neu aufgelegt.

  1. Frank Löffler feat. Rock’n’Rollinger – Schwabenhymne

Der Name ist Programm. Die Hymne für Schwaben! Leider konnte die Band, selbst nicht kommen, aber mit ihrer freundlichen Genehmigung präsentiert heute Frank Löffler, Geislinger Mitglied der Fischerchöre die Schwabenhymne der Rock’n’Rollinger. Ein wahrlich krönender Abschluss

Fazit: Jeder bekam viel Applaus und von Winnendens OB Holzwarth eine Urkunde und ein Geschenk überreicht: Denn: „Jeder hier ist ein Sieger“

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