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Eddie Vedder beschert Düsseldorf ein emotionales Konzerthighlight

Diesen Sommer besuchte Pearl Jam Frontmann Eddie Vedder im Rahmen seiner Solotour nur zwei deutsche Städte, Berlin und Düsseldorf. Dieses bedeutete für viele Fans schnell zu sein da die extrem begehrten Tickets recht schnell vergriffen waren. So meldeten Berlin wie auch Düsseldorf schon nach kurzer Zeit ihr „Sold Out“ . So eine Grundlage bot natürlich die besten Voraussetzungen für einen besonderen Abend.

Als Unterstützung begleitete ihn Glen Hansard ,der nicht nur das Vorprogramm bestritt, sondern später auch noch den ein oder anderen Song gemeinsam mit Eddie Vedder zum Besten gab. Er sei ihm ein besonderer Freund, erklärte Eddie Vedder. Einer, den man mitten in der Nacht anrufen und um einen Gefallen bitten könne. Das tat er auch zuletzt, und Hansard, der 49-jährige Ire mit dem Rauschebart fragte ihn: „Wen hast Du umgebracht? Und wo ist die Schaufel?“ Glücklicherweise ging es nur um die Bitte, ihn auf Tour zu begleiten. Besser konnte so ein besonderer Abend nicht beginnen.

Die Auftritte von Pearl Jam als Band oder Eddie Vedder als Solokünstler sind eher überschaubar was ihre Anzahl betrifft, oft besuchen sie nur die Landeshauptstadt Berlin für ein Konzert.

Eddie Vedder spricht davon, wie wichtig Greta Thunberg ist, redete über Zusammenhalt, die Freiheit, den Menschen, er sprach mit einem unterschwelligen Sarkasmus über die Idioten an der Spitze von Regierungen, ohne Namen zu nennen. Er holte eine Flasche Wein aus einem seiner Koffer und schenkt ein paar Fans einen Becher voll ein. Solche spontanen Aktionen bestimmten den gesamten Verlauf des Abends, man merkte dem Künstler zu jeder Zeit an daß er Spass dabei hatte immer wieder zu improvisieren und sich nicht selbst zu kopieren.

Geteilt wurde die Bühne zudem von einem Streicherquartett aus Amsterdam, das bei ausgewählten Stücken für die Orchestrierung sorgte. Seinen großen Auftritt hatte das Red Limo String Quartet, bevor Eddie Vedder zu den Zugaben zurück auf die Bühne kam und Pearl Jams Überhit „Alive“ akustisch in Szene setzte.

Eddie Vedder wechselte immer wieder zwischen Pearl-Jam-Klassikern, spielte Songs von Tom Petty und John Lennon und beendete den Abend mit dem Titel „Seasons“ vom ebenfalls verstorbenen Chris Cornell (Soundgarden). Bei der Anzahl der Songs, 27 waren es an der Zahl, dauerte dieser Abend natürlich auch seine Zeit. Fast 150 Minuten füllte Eddie Vedder ohne Probleme mit seiner Musik, und es hätte nicht gestört wenn er noch länger aufgetreten wäre, doch wie heißt es so schön, man soll aufhören wenn es am schönsten ist, und so geschah es schließlich auch.

Selten erlebte man solch eine positive und ausgelassene Stimmung auf einem bestuhlten Konzert, wobei die Stühle im Verlauf des Abends eher zur Dekoration der Halle degradiert wurden als alle Konzertbesucher aufstanden und ihre Lieblingslieder textsicher feierten. Wer die Chance wahrnehmen konnte diesem Abend beiwohnen zu dürfen wurde somit ein besonderes Geschenk gemacht, er war ein kleiner Teil des großen Ganzen.

Text & Fotos © by Jan Heesch www.rock-genuine.com für  Cityguide Rhein Neckar

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