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Es ist nie zu spät , unpünktlich zu sein – Torsten Sträter in Gießen

Es ist nie zu spät , unpünktlich zu sein – Torsten Sträter in Gießen

Torsten Sträter zum Programm: Es wird ein Abend in sonorstem Deutsch, eine große Tüte Pointen lässig runtergebrummt – dazu, dazwischen, oben drüber: Geschichten, die man jetzt mal nicht von YouTube oder aus dem TV kennt. Knuspriges Material, dampfend frisch, unter anderem eine Story, die ich in L.A geschrieben habe. Die handelt an sich vom Tapezieren, aber man kann sie gut anmoderieren mit: „Die nächste Geschichte habe ich in Los Angeles geschrieben, (Schulterzucken ) You know … Sunset Boulevard …“

Auch wieder enthalten: Drei Minuten Polit-Kabarett vom Feinsten.
Vielleicht gibt es sogar eine Fortsetzung von „Struppi“.
Gut, das Tier ist tot.
Trotzdem.

Wie sagte schon René Descartes: „Man sollte sich nur den Gegenständen zuwenden, zu deren klarer und unzweifelhafter Erkenntnis unser Geist zuzureichen scheint.“

Ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll.

Aber ich freu mich auf Sie! Und pünktlich bin ich auch.

Echt jetzt. Besser, ich fahre schon mal los.

Ihr Torsten Sträter

Und all dieses war nicht gelogen, Torsten Sträter führte durch einen bunten Abend mit viel Humor und noch mehr Improvisationen. Egal ob etwas nicht auf Anhieb funktionierte, nichts brachte ihn aus der Ruhe. Jeder Besucher der irgendwie auffiel wurde direkt ins Programm aufgenommen, so auch der Tontechniker da anfangs dort nicht alles zu 100 % funktionierte. Als Ausgleich für die Tonfehler am Anfang machte er einfach etwas länger, wie er schon selbst immer sagt, es wird schwer die 2 Stunden einzuhalten. Aber alle haben ja Zeit, deswegen konnte es ja auch mal etwas länger gehen. So wurde ein Großteil des Abends durch spontane Situationen bestimmt, sein reguläres Programm wurde natürlich nicht vergessen, und passend zur Jahreszeit konnte eine von ihm vorgetragene Weihnachtsgeschichte natürlich nicht fehlen. Auch sein Leben mit der Technik von heute, wie sein Sohn damit umgeht und was er davon versteht oder dazu denkt war ein wichtiger Bestandteil der Show. So beschreibt er Dinge aus dem Alltag der jüngeren Generationen aus seiner Sichtweise wie er das sieht und versteht. „Die Cloud“ war in seiner Jugend noch ein Begriff für nicht erlaubte Mitnahme eines Gegenstandes aus fremdem Besitz. Später erwähnte er noch seine Erfahrungen mit einer Diät wo er ausschließlich Porree gegessen hatte. 16 Stunden fasten und 8 Stunden essen bedeutet nicht die kompletten 8 Stunden zu essen. Wie dieses in Verbindung mit dem Klima und der Umwelt gebracht werden kann und was dabei noch ein Priester mit zu tun hatte bringt man aber besser selbst live vor Ort in Erfahrung. Es war in jeder Hinsicht ein gelungener Abend der nicht an Lachern geizte und definitiv einen Besuch wert war.

Abschließend sollte man noch kurz die Band Lebendig erwähnen die den Abend eröffnete. Die Band aus Gießen verkürzte die Zeit vom Einlass bis zum Auftritt von Torsten Sträter mit eigenen Titeln und diversen Coversongs.

Text & Fotos © by Jan Heesch www.rock-genuine.com für Cityguide Rhein Neckar

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