Neuleiningen – Das Finale beim Neuleininger Burgsommer hätte besser nicht sein können: Barclay James Harvest, die einst weltberühmte Band um Frontmann Les Holroyd,  war hier zu Gast und vor ausverkauftem Burghof nahm er uns seine musikalischen Begleiter die Gäste  am vergangenen Samstag (14.07.2018) auf eine musikalische Zeitreise. Nach dem ersten Titel des Abends blickte er auf die alten Burgmauern und  meinte er mit seinem britischen Humor: „Schön hier, wird bestimmt ganz toll, wenn das mal fertig ist.“  Barcley James Harvest ist bei älteren Musikliebhabern immer noch ein Begriff, und entsprechend kam auch das Publikum. Unter den Gästen waren auch Fans, die aus Trier oder Koblenz an die Unterhaardt reisten, um den musikalischen Leckerbissen live zu erleben. Ursprünglich wurde Barcley James Harvest 1967 in Oldham/Manchester in England gegründet. Nach dem Erscheinen des ersten Albums 1970 begeistert die Band das Publikum mit Klassik-Rock. Von Anfang an experimentierten die Musiker mit anderen Formen und Sounds, die damals angesagt waren.

Der heute 70 jährige Les Holroyd wirkte anfangs auf der Bühne in Neuleiningen  nicht wirklich begeisternd und die eher ruhigeren Titel seines Schaffens hielten die Begeisterung in Grenzen. Doch während des Abends „taute“ er auf und der Funke sprang auf das Publikum über. Viele der Fans hätten sich mehr „Ohrwürmer“ von Barclay James Harvest gewünscht, doch dafür mussten sie fast bis zum Schluss warten. Dennoch, der Oldstar der Progressiven Rockmusik und seine  hochkarätigen Musiker spielten vom Allerfeinten. Auf eine aufwendige Bühneninszenierung haben die Künstler an dem Abend abgesehen. Schlagzeug, Bass, Gitarre, Synthesizer und das Ganze mit einigen wenigen blauen und roten Strahlern ausgeleuchtet. Das reichte völlig aus. Die Hochwertigkeit der dargebotenen Musik krönte den 14. Neuleininger Burgsommer und zeigt wieder einmal mehr, dass große Künstler auch auf relativ kleiner Bühne in direkter Tuchfühlung mit dem Publikum, ihr Können grandios präsentieren können.  Neuleiningen hat sich offenbar hierfür einen sehr guten Ruf erarbeitet. Weiter so!

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Fotos: Helmut Dell / Text; Helmut Dell