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Joachim Witt gibt im DAS BETT Frankfurt den Rübezahl

Joachim Witt (live im DAS BETT Frankfurt, 30.4.2018)

Er war der „Goldene Reiter“, spielte den „Herbergsvater“, sang mit Peter Heppner „Die Flut“ herbei, sorgte mit dem Videoclip zu „Gloria“ für einen handfesten Skandal und landete schließlich im „Promi Big Brother“-Haus: Joachim Witt hat sich Zeit seines Lebens immer wieder neu erfunden und in diesem Zuge sämtliche Höhen und Tiefen erlebt. Von seinen Anfängen bei Duesenberg über die Phase als NDW-Ikone, seine Besinnung zur NDH, der „Neuen Deutschen Härte“, bis zum aktuellen Werk „Rübezahl“ ist er dabei immer einer der interessanteren deutschsprachigen Künstler geblieben.

Mit seiner neuesten Platte im Gepäck betraten Joachim Witt und seine Band schließlich auch im DAS BETT in Frankfurt unter dem Jubel zahlreicher seiner treuen Fans die Bühne. Passend zum Titel des neuen, crowdfinanzierten Albums präsentierte sich der inzwischen 69-jährige Hamburger Sänger auch beim Opener „Herr der Berge“ in schwarzer Kutte und mit trockenen Ansagen. Das Rübezahl-Image stand ihm dabei gut zu Gesicht, war Witt doch schon immer eine Art „launischer Riese“, der aus seiner Abneigung gegen bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen selten einen Hehl machte.

Das klang auch bei seinem Auftritt im DAS BETT und den Songs der in Gänze gespielten aktuellen Scheibe des Öfteren durch. Nach Abschluss von „Rübezahl“ gab es dann noch einige Witt-Klassiker auf die Ohren des Publikums: Drei Stücke vom Hit-Album „Bayreuth 1“ inklusive „Die Flut“ durften dabei natürlich nicht fehlen – wobei der Frontmann die Chance gleich nutzte, eine erneute Zusammenarbeit mit Peter Heppner anzudeuten. Als schließlich gegen Ende eines gelungenen Abends die NDW-Hymne „Goldener Reiter“ erklang, kannte die Stimmung unter den Witt-Anhängern keine Grenzen mehr.

Musikalische Unterstützung erhielt der Hamburger dabei von der Sängerin Scarlet Dorn und ihrer dreiköpfigen Band. Sie heizten den Zuschauern mit etlichen Songs ihres Gothic-angehauchten Debütalbums ein und erzielten durchaus wohlwollende Reaktion vom Frankfurter Publikum, das Joachim Witt in einer seiner späteren Ansagen deutlich vom Rest der Stadt trennte. Streitbar war der „Rübezahl“ eben schon immer, und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern – egal, in welcher seiner vielen Inkarnationen und mit wem im Gepäck er gerade unterwegs ist.

Text & Fotos by Torsten Reitz / CGRN

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