Im Rahmen ihrer Tour besuchten Nickelback die Festhalle Frankfurt, mit im Gepäck hatten sie die Musikerkollegen von Seether.

Es war eine gute Entscheidung sich für die Band zu entscheiden da sie stilistisch sehr gut ins Thema passten. Mit ihrer speziellen Art des US-Rock erfreut die Band schon seit Jahren ihre Fans und so lieferten sie eine solide Show ab. Leider war die Technik während der Vorband nicht ganz so ausgereift, der Ton war sehr basslastig und teilweise blechern, teilweise konnte man dank fehlendem Licht kaum die Musiker auf der Bühne erkennen.

Dieses sollte sich beim Headliner Nickelback nun aber vollständig ändern. Man hatte wohl die Stellrädchen der Technik gefunden und plötzlich wurde der Sound klarer und man konnte auch Musiker auf der Bühne wahrnehmen.

Nickelback feierten ihren Auftritt als wäre es das letzte Mal dass sie auf einer Bühne stehen könnten. Selten erlebt man daß eine Band soviel Spaß auf der Bühne hat und dieses auch ungehemmt auslebt. Man ist sich auch für kleine Späße nicht zu schade und nimmt sich auch mal selbst auf die Schippe.

Für den Song „Rockstar“ holte man zwei Personen aus dem Publikum auf die Bühne, einen Mann namens Tobias und eine weitere Dame. Es hat sich noch ein kleines Mädchen gemeldet aber für Sänger Chad Kroeger wirkte es in seinen Worten „Irgendwie falsch ein Kind auf die Bühne zu holen bei Textpassagen über Drogen und Sex“ . Da das Mädchen im Publikum aber dann so traurig geschaut hatte ging er später nochmal zu ihr und sang im Bühnengraben zusammen mit dem Mädchen den Refrain von „Rockstar“ . Bestimmt ein unvergessliches Erlebnis für sie.

Zu dem Song „Animals“ lud man einen Gast auf die Bühne ein und gab diesem die Chance einen Song mit der Band live auf der Bühne Gitarre zu spielen. Und was soll man dazu sagen, Mark aus dem Publikum zeigte was er konnte. Es war beeindruckend was dieser Fan auf der Gitarre zauberte und wie sicher er sich auf der großen Bühne bewegte als würde er nie etwas anderes tun.

Die Songauswahl umfasste einen guten Schnitt quer durch alle Alben und alle Hits ihrer Karriere. Titel wie „How you remind me“ , „What are you waiting for“ oder „Someday“ dürften nicht fehlen.

Optisch ließ man sich auch nicht lumpen und gab jedem Song durch eine imposante Lichtshow eine besondere Note so dass man am Ende nur sagen konnte dass es eine beeindruckende Show war die man nicht so schnell wieder vergessen wird.

« 1 von 2 »

Fotos © by Boris Korpak / Text © Jan Heesch