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SKRYABIN Konzert im Gedenken an Andriy „Kuzma“ Kuzmenko

Auf dieses Konzert Termin habe ich sehr gewartet, weil erstens kommen ukrainische Bands  nicht so oft nach Deutschland wie man es gerne hätte und zweitens höre ich SKRYABIN seit Anfang der 90er und mir liegt sehr viel an diese Band. Anderseits war ich emotional ein bisschen zerrissen da ich Kuzma kannte, er war charismatisch, gutmütig und humorvoll, er war wie ein Sonnenschein.

Letztes Mal habe ich ihn 2011 in Kiew am Festival „Deti Nochi“ mit einem ganz speziellen Retro Synth-Pop Konzert live gesehen, das war damals eine einmalige Sache, Kuzma hatte dem Publikum versprochen dass er in 15 Jahren noch einmal so eine Veranstaltung machen wollte mit noch mehr Lieder, leider konnte er dieses Versprechen nicht mehr halten. Am 2.02.2015 kam Kuzma bei einem tragischem Unfall ums Leben. Man kann sagen dass dieses ein  Ende einer Ära für die ukrainische Musik war , ein Verlust den man egal wie viel Zeit vergangen ist nicht vergessen kann. Ich wusste nicht was ich von dem Abend erwarten soll, weil nicht umsonst nannte man ihn Kuzma Skryabin – er war Skryabin, sein Herz, Seele und Stimme.

Mit ungefähr einer halben Stunde Verspätung hat der Einlass angefangen und der Anfang vom Konzert hat sich auch ein bisschen verzögert. Das Konzert hat mit „Сонце“ angefangen, welches von Olga Lizgunova als Hauptstimme gesungen wurde. Am Anfang stand das Publikum mit Abstand zur Bühne, aber während das Show wurden die Leute locker und kamen näher und näher. Wie Olga zum Publikum sagte „Heutige Abend ist für euch, ihr seid zu Hause“. Bisschen später kam der Gastsänger auf die Bühne, sein Zusammenspiel mit Olga auf der Bühne und so wie er sich mit Publikum unterhaltet hatte, hat echt Spaß gemacht.

Bei „Спи собі сама“ habe ich Gänsehaut bekommen und  bei schnellere und lustige Sachen gern getanzt und mit den  Musikern gelacht. Ob man es will oder nicht, im Unterbewusstsein hat man es trotzdem  verglichen wie es mit Kuzma war und wie jetzt, ich zum Beispiel hätte mir bisschen weniger Frauengesang gewünscht und die Setliste war nicht so ganz mein Geschmack, von meinen Favoriten war nur „Спи собі сама“, „Ти мені не даеш“, „Мовчати“ und „Давай с тобою“ dabei, aber das ist gerade kein Wunder, die Band hatte 20 Platten herausgebracht, da findest du nie eine optimale Setlist die jedem gefällt.

Aber zum Glück ist ja alles Geschmackssache. Aber das Wichtigste hat die Band geschafft, an diesem Abend hat man das Leben von Kuzma gefeiert. Ich bin absichtlich kurz vor der Zugabe weggegangen, erstens vor mir lag noch ein langer Weg heim und weil der Song „Мовчати“  als Zugabe gespielt werden sollte welcher der emotionalste Songs für mich war. Ich bin sehr dankbar für das Konzert, weil die Band wollte nicht einen Sänger/Sängerin finden und weitermachen, sondern sorgen dafür dass das Musikalische Erbe von Kuzma weiterlebt und nicht vergessen wird.

Text & Fotos © by Daria für Cityguide Rhein Neckar

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