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Miaojin Qiu „Aufzeichnungen eines Krokodils“

Wer bestimmt, wer wir sind, wie wir leben und wen wir lieben?

Lazi studiert Ende der 1980er-Jahre, kurz nach Aufhebung des Kriegsrechts, an der Top-Uni Taiwans in Taipei. Was für ein Ort! Die Gedanken sind kühn, die Liebe ist obsessiv, aber dann überschreitet sie in ihrer Beziehung zur älteren Shui Ling eine Grenze zu viel. Sie sucht Zerstreuung bei ihren Freunden, einer exzentrisch-bunten Schar von Außenseitern, aber sie erzeugen nur noch mehr Reibung. Und dann steht auch noch ein als Mensch getarntes Krokodil vor Lazis Tür, schüchtern, aber scharfsinnig und sehr überzeugend, und es entflammt Lazi mit einer umstürzlerischen Idee.

Die posthume Entdeckung einer visionären Schriftstellerin und Ikone der Gegenkultur erstmals auf Deutsch – eine radikale Selbsterforschung, ein eindringliches Meisterwerk.

Mit einem Vorwort von Hannah Lühmann.

Miaojin Qiu wurde 1969 im Westen Taiwans geboren. Nach ihrem Abschluss in Psychologie ging sie für ein weiterführendes Studium der klinischen Psychologie nach Paris. Dort führte sie Regie bei einem Kurzfilm namens ›Ghost Carnival‹; kurz darauf nahm sie sich im Alter von nur 26 Jahren das Leben. Ihre posthum veröffentlichten Romane ließen sie zu einer der meistverehrten Ikonen der Gegenkultur im chinesischen Sprachraum werden. 1995 wurde sie mit dem ›China Times Honorary Prize for Literature‹ geehrt.

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