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Adi Amati „Wiedergeburt“

Mehr Liebe für die Welt – mit Afrosoul! Wie’s geht, zeigt Adi Amati mit ihrem neuen Album „Wiedergeburt“. Geschickt kreuzt die Berliner Sängerin und Rapperin auf ihrer zweiten Platte Retro-R&B-Vocals und zeitgenössische Afro-Beats und findet dabei ganz leichtfüßig den Raum, mit deutschsprachigen Texten Messages in die Welt zu tragen, die uns alle betreffen – mal motivierend, mal kritisch, aber immer mit dem ungebändigten Glauben an das Positive. Kaum zu fassen also, dass „Wiedergeburt“ eigentlich aus einem traurigen Abschnitt ihres Lebens heraus entstanden ist. Vor knapp zwei Jahren starb Adis Vater, den sie in der Tradition ihrer Familie zum Stamm der Schamanen in Ghana führte, um ihn dort zu beerdigen, wo er geboren wurde. „Ein Teil von mir ist dabei auch gestorben – und wurde danach wiedergeboren“, so Adi. Ein Ereignis, das ihr Leben verändert hat. Auch, weil sie in Afrika überhaupt erst die Inspiration für ihr neues Album gefunden hat: In Ghana ging sie also ins Studio, um dort mit zahlreichen Musikern vor Ort an ihren neuen Songs zu arbeiten. „Das war der Anfang der Wiedergeburt.“

Wichtig war es für Adi dabei vor allem, „Original Afrobeat“ zu produzieren – sprich nicht nur afrikanische Sounds zu reproduzieren, sondern durch die Arbeit mit dem Produzenten Sammyk und Musikern aus Ländern wie Ghana, Angola oder Senegal in der Diaspora die afrikanische Kunst vollends in ihre Musik zu tragen und zu zelebrieren. Alle dazugehörigen Videos wurden dafür ebenfalls mit Afrosinek in Ghana produziert. Kombiniert mit deutschsprachigen Texten und ihrer souligen Stimme ist so ein Afrosoul-Album entstanden, das nicht nur einen persönlichen Bezug zur Kultur Afrikas hat, sondern Afrobeats für das wertschätzen, was sie sind: Musik mit Seele. Und ja, das ist eine echte Rarität auf dem deutschen Markt in Zeiten, in denen für die Top-Hits-Playlists Afro-Beats lediglich gesampelt werden.

Ein Ansatz, den schon das Intro zum Album unterstreicht: Als durchgängiges Motiv ist hier die Tama zu hören – ein traditionelles Talking-Drums-Instrument Instrument aus dem Senegal, eingespielt von dem Rythmuskünstler Ndiaxo Diop. „Als er gespielt hat, sagte er, das sei ein Gebet für mich und für alle. Damit war klar, dass es auf das Album muss und keines seiner Worte gekürzt werden darf“, erklärt Adi. Für „Geschafft“ arbeitete sie wiederum mit dem südafrikanischen Sänger, Letty, der mit ihr eine echte Afro-Beat-Hymne geschaffen hat.

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