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FJARILL Videopremiere „Fjarills Midsommar“

Wer Fjarill und ihrer Musik begegnet, wird wie an einem seidenen Faden an einen wundersamen Ort gezogen. Alles wird in ihren Liedern zum Klingen und Schwingen gebracht. Tiefe und Traurigkeit. Suche und Hoffnung. Geheimnisse und Versponnenes. Witz und Weltoffenheit. Überschwang und Liebe. So auch im Song „Fjarills Midsommar“, dem Titelstück zum neuen Album „Midsommar“, das am 03.05.19 auf Butter & Fly Records im Vertrieb von Indigo erscheint.

Jag binder en krans av minnen och svar
Jag är trygg och still och het
För minnet är en gåva jag lever utav
Närjag sjunger i hemlighet

(Ich binde einen Kranz aus Erinnerungen und Antworten,
ich bin geborgen, ich bin still und mir ist heiß.
Denn die Erinnerungen sind ein Geschenk,
von dem ich lebe, wenn ich heimlich singe.)

Die schwedische Pianistin und Sängerin Aino Löwenmark und die südafrikanische Violinistin Hanmari Spiegel trafen sich 2004 in Hamburg, um fortan die Menschen mit ihrem ganz eigenen Sound zwischen Folk, Pop, Jazz und Klassik zu beglücken. Dass sie dabei meist auf Schwedisch – wie hier im Song „Fjarills Midsommar“ – oder auf Afrikaans singen, trägt nur noch mehr zur Beliebtheit bei den Fans bei.

Das Album, und vor allem der Song im heute veröffentlichten Video, erzählt von der Dramatik der Mittsommerzeit, wie Aino sie seit ihrer Kindheit wahrnimmt. Von den Erwartungen, die in der klaren Luft liegen. Und von dem besonderen Licht in Dalarna, im Herzen Schwedens. „Die Sonne geht erst eine halbe Stunde vor Mitternacht unter. Aber es ist immer noch nicht ganz dunkel. Diese helle blaue Dämmerung setzt irgendetwas in mir frei. Nachts gehe ich spazieren im Wald, es duftet nach Moos und Wildblumen. Und in den Tälern sammelt sich der Nebel.“ Der Brauch des Blumenbindens zur Mittsommernacht gerät da zum Sinnbild, die gesamte Vielfalt unseres Lebens zu einem großen Ganzen zu flechten. „Allein durch Ideen entsteht kein Kranz“, sagt Hanmari, „sondern erst durch das tatsächliche Tun.“

Das Video wurde vom Hamburger Filmemacher Torben Asmussen gedreht und entwickelt, der schon in den vergangenen Jahren zwei Videos für Fjarill produziert hat. Auffällig ist der wunderschöne Kontrast der typischen bunten Blumenkränze und dem etwas mystischen, winterlichen Wald, in dem sich die beiden Musikerinnen bewegen. Ganz klar wird: wo Fjarill ist, ist auch der Sommer.

Die Musik selbst wurde von Jürgen Spiegel, seines Zeichens Schlagzeuger des weltbekannten Tingval Trios, im Hamburger Walden-Studio produziert. Er selbst spielt auch auf einigen Liedern des neuen Albums Schlagzeug und Percussion spielt. Bei „Fjarills Midsommar“ kommen auch zwei bekannte Gastmusiker zum Einsatz: Friedrich Paravicini, der schon mit Lou Reed, Herbert Grönemeyer oder Annett Louisan gearbeitet hat, spielt Cello und Sandro Giampietro, jahrelanges Bandmitglied bei Helge Schneider, spielt die akustische Gitarre.

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