Cityguide Rhein Neckar
Interviews

Hartmut Engler Interview

Das Come Back des Jahres…Kurz bevor im Dezember 2012 die Welt untergehen sollte tauchte langersehnt Pur wieder auf. Bereits im Oktober erschien die neue Single „Der bestmögliche Versuch“ und im November das Album „Schein und Sein“. Im neuen Jahr gehen sie auf Tour und wollen Deutschland begeistern. Hartmut Englert als Kopf der Band stellte sich persönlich den Fragen von Cityguide Rhein Neckar.

Wie geht es dir denn?

Hartmut: Mir geht es hervorragend, zurzeit!

Die Tour von euch beginnt ja im Februar und die Single sowie das Album sind im Oktober/November veröffentlich worden. Das ist ja ganz schön viel Arbeit, hattet ihr denn zwischen den Jahren ein wenig Urlaub?

Hartmut: Wir hatten schon Urlaub. Wir haben uns während der kreativen Phasen im Vorhinein öfters mal eine Auszeit gegönnt. Aber seit dem Frühjahr war die Zeit richtig knapp. Einige von uns haben nicht mal im Sommer Urlaub gemacht, da war ich aber nochmal eine Woche weg. Und Pfingsten gab es eine Woche frei mit den Kindern. Jetzt ist bei uns aber Alles geblockt. Bis zum Januar haben wir ganz viel zu tun mit Promotion und dann geht’s los mit den Proben.

Zu eurem neuen Album, das heißt ja „Schein und Sein“ und man kann bei Facebook schon mal reinhören, worum geht es da?

Hartmut: Wir waren diesmal in einer interessanten Situation, wir hatten den Titel, bevor wir Musik und Texte hatten. Die Begriffe „Schein und Sein“ habe ich noch nie als Plattentitel gehört und deren Bedeutung hat mich unheimlich fasziniert. In der Unterhaltungsbranche gehört „Schein und Sein“ dazu. Das hat ganz viel mit Phantasie zu tun, aber auch wie im Bereich Werbung mit Manipulation. Der Titel soll anregen zu hinterfragen, ist dies nun „Sein“ oder „Schein“ und muss ich das glauben.

Wollt ihr damit auch politisch etwas aussagen?

Hartmut: Nein, was unser Album angeht nicht. Es ist weniger politisch es sind eher allgemeinere Feststellungen. Wir können uns nicht durchschauen und auch nicht in die Zukunft sehen. Es gibt keine Sicherheiten, Alles kann einmal zu Ende gehen. Aber es gibt ein Urvertrauen von Mensch zu Mensch um in der Gemeinschaft leben zu können und jeder hat das Bedürfnis darin nicht enttäuscht werden zu wollen. Und dieser Grundgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch alle Songs durch.

Wie entwickelt ihr denn eure Songs?

Hartmut: Also die Texte schreib grundsätzlich ich. Ich bin für das ganze Inhaltliche zuständig. Mir ist dann aber unabdingbar wichtig, dass die anderen da auch dahinter stehen und absolut toll finden. Die ganze Band muss sich in den Texten repräsentiert fühlen. Häufig Komponiert Ingo die Songs dann an den Tasten, wobei jetzt die Musik von Ingo und von Martin komponiert wird. Das kreative Team hat sich also vergrößert und ich konnte aus dem Vollen schöpfen.

Eure Songs haben schon einen unverwechselbaren „Pur“-Charakter und damit einen hohen Wiedererkennungswert. Wie schafft ihr das?

Hartmut: Ja, die Musik hat ihren eigenen Stil aber ich denke auch meine Stimme leistet da einen großen Beitrag.

Ihr wart letztes Jahr bei Harald Wohlfahrts Palazzo, seid ihr dort dieses Jahr auch wieder anzutreffen?

Hartmut: Als Gast bin ich da, wenn ich das terminlich hinbekomme. Aber ich hoffe sehr dass es klappt, denn ich liebe es und da muss ich dabei sein.

Ihr habt ja auch schon mit einigen anderen Künstlern zusammengearbeitet wie z.B. Christina Stürmer oder Luxuslärm. Gibt es jemanden mit dem ihr gerne mal arbeiten wollen würdet?

Hartmut: Wenn man sich zielgerichtet jemanden wünscht, dann klappt das meist nicht. Ich könnt natürlich jetzt sagen, ich würd unheimlich gern mal mit Paul MacCartney auftreten, aber das ist ein Traum. Und wie du richtig gesagt hast, 2 Mal konnten wir so einen Traum gemeinsam mit anderen Künstlern zu arbeiten schon umsetzen.

Pur ist ja schon eine Größe und selbst für viele ein Idol für viele, habt ihr da selbst noch Idole?

Hartmut: Oh ja, die Beatles sind absolut noch Idole von uns und inspirieren uns auch noch heute wie eben auch Paul MacCartney. Und wenn man Musik mag, die den Mainstream begeistern, dann gibt es als Vorreiter nur die Beatles. Wenn man sich die Titel alle mal anhört haben sie auch schon Alles vorweg genommen. Wie z.B. Klassische Instrumente für die Pop-Musik zu nutzen.

Ihr habt im September ein Benefiz-Konzert gegeben, wen habt ihr damit unterstützt?

Hartmut: Wir unterstützen damit Einrichtungen, die im weitesten Sinne was mit unserer Heimatstadt zu tun haben. Wir haben das jetzt das 2. Mal gemacht. Uns unterstützen da Firmen vor Ort, die wirklich alle Unkosten tragen so dass wir den Eintrittspreis 1:1 als Spende weitergeben können. So sind das bei den 2 Konzerten bereits 600 000 €. Und bekommen haben das Einrichtungen wie das Hospiz, die Diakoniestation und Die Tafel.

So, die Zeit ist leider schon fast wieder um, hast du denn noch einige Worte an eure Fans?

Hartmut: Die Tour wird viel Neues und Überraschendes bereit haben und wir bleiben unserem Motto treu, dass die Fans und Besucher was erleben sollen. Es wird einfach schön! Ich versprechs!

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