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Adler Mannheim

It’s Stützle time – 1 Tor und 4 Assists gegen die Augsburger Panther

Nachdem die Adler Mannheim am vergangenen Dienstag in der CHL ins Achtelfinale eingezogen sind, erwiesen sie am Freitagabend Augsburg die Ehre in der DEL vor heimischem Publikum.

Beide Mannschaften zeigten sich bereits zu Beginn laufbereit und angriffslustig, was ebenfalls die Torschüsse auf das jeweils gegnerische Tor (15 / 10) zeigten. In der 6. Minute eröffneten jedoch die Gäste mit Hafenrichter, der die Scheibe von Gill von hinter dem Tor in den Slot erhielt und er nur noch vollenden musste. Mannheim ließ das nicht lange umkommentiert und konterte mit Eisenschmid im Powerplay, der die Scheibe auf Höhe des Bullykreises in das Netz von Keller schlenzte. Nach weiteren 6 Minuten folgte auch Matthias Plachta, der frei und alleine auf den Kasten zulief und zum 2:1 erweiterte. Augsburg nutzte im Anschluss die entgegengesetzte Bewegungsrichtung von Endras, der nicht sauber die Ecke verschloss und glich somit durch Payerl aus (17. Minute). Um sich zur Pause abzusetzen schaufelte Huhtala eine Minute vor der Pausensirene den Puck hinter die rote Linie. Insgesamt eine sehr grobmaschige Defensivleistung, die immer wieder Platz für Alleingänge ließ und somit in Teilen zur Torgefahr wurde. Für das Auge waren die Treffer auf jeden Fall – Zwischenstand 3:2.

Im mittleren Spielabschnitt knüpften beide Mannschaften an die vorangegangene Leistung an, weshalb auch in diesen 20 Minuten wieder drei Tore fielen. Matthias Plachta erhielt die Scheibe in Überzahl an den Körper, diese fiel auf die Kelle und dann war sie auch bereits hinter Keller. So unscheinbar die Gäste aus Augsburg sich verhielten, so plötzlich marschierten sie in das Mannheimer Angriffsdrittel ein und ließen die Scheibe im Netz von Endras zappeln. In der 35. Spielminute kam dann Huhtala zum Zug, der die Scheibe von Stützle erhielt und zum zweiten Mal an diesem Abend traf. Auch in diesem Abschnitt hatte die Abwehr einige Lücken vorzuweisen und vereinfachte die Treffer dementsprechend – Zwischenstand 5:3.

Mit zunehmender Anzahl der Tore stieg auch die Stimmung bei den 10.288 Zuschauern spürbar und die Leistungskurve auf der Gastgeberseite stieg an. In der 43. Minute (5 gegen 3) gab Stützle hinter dem Tor die Scheibe via Rückhand zu Smith, der die entgegengesetzte Richtung des Torhüters ausnutzte und erweiterte. Kurze Zeit später katapultierten sich die Augsburger Panther mit ihren zahlreichen Bankstrafen auf das Abstellgleis, unter anderem auch Lamb durch einen Check gegen den Kopf  bei Stützle – Das bedeutete für Lamp das vorzeitige Spielende. Weiter ging es dann mit Stützle, der für die Aktion gegen den Kopf direkt die passende Antwort im Powerplay hatte. Er erhielt die Scheibe im Querpass von Top Scorer Ben Smith und holte zum Schuss aus. In der 48. zog dann Järvinen mit einem weiteren Treffer nach, der dann wiederum von Valentine einen Check gegen den Kopf erhielt und mit blutendem Gesicht (Cut an der Augenbraue) das Eis verließ. Auch für Valentine war dies der vorzeitige Einzug in die Kabine. Das bedeutete 2 Minuten für Beinstellen sowie 5 + Spieldauer für den Check gegen den Kopf. Cody Lampl, der sich für seinen Teamkollegen  körperlich einsetzte erhielt 2 Minuten wegen übertriebener Härte. Die Kräfte der Augsburger waren über das gesamte Drittel bereits sichtlich aufgebraucht und ein Durchdringen zu Dennis Endras kaum mehr möglich. Der Frust stieg jedoch proportional zu dieser herben Niederlage, wobei der Gästetorhüter Keller bis zur Schlusssirene alles daran setzte, die Fangquote nicht weiter zu verschlechtern – Endstand 8:3.

Nach der Schlusssirene nahmen die Fausthiebe, ausgehend von Augsburg, kein Ende. Es ging soweit, dass die Mannschaften getrennt von einander in die Kabine gebeten wurden und der traditionelle Handshake ausfiel. Als dann noch Fraser zuerst zum Interview gebeten wurde, pfiffen die Mannheimer Fans den Gast aus Augsburg ohrenbetäubend aus. Der Star am Abend ist und bleibt der 17-jährige Tim Stützle mit seinen vier Assists und einem Tor, der hingegen gebührend gefeiert wurde. Auch die Mannschaft wurde ebenfalls reichlich bejubelt – was ein spannender Eishockey-Abend. 

Text J. Bamberger / Bilder D. Glaser // CGRN

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