Luke Adam entscheidet Spitzenspiel

Adler Mannheim holen sich drei weitere Punkte in der Verteidigung der Tabellenspitze

Für den heutigen Abend stand eine ganz besondere Partie vor 9.491 Zuschauern auf dem Spielplan, die Tabellenspitze gegen den Zweitplatzierten Ingolstadt. 

Der Einstieg gelang den Gastgebern außerordentlich gut, die die Scheibe viele Minuten im Angriffsdrittel hielten, keine Konter zuließen, die Checks ausfuhren und einfach ein Eishockey nach dem Geschmack von Pavel Gross spielten. Konstant brachten die Blau-Weiß-Roten die Scheibe tief und verlangten Ingolstadts Torhüter Timo Pielmeier eine außergewöhnlich andauernde Aufmerksamkeitsspanne ab. Zum Powerbreak ließen die Adler an den Pantern etwas locker, dominierten jedoch die Eisfläche. In der 14. Minute gelang Eisenschmid der Alleingang mit einer Antäuschbewegung der erste Treffer und somit die Führung der Kurpfälzer und das bevor Ingolstadts Spieler auf der Strafbank eintraf. Die Panther hingegen erwiesen sich in der einmaligen Powerplay-Chance in den ersten 20 Minuten eher als Schmusekatze, anstatt einer gefährlichen Raubkatze. Eine ganz klare Überlegenheit auf Seiten der Mannheimer – Zwischenstand 1:0.

Beide Mannschaften ließen sich wohl etwas für den mittleren Spielabschnitt übrig. Das anfänglich so faire Spiel wurde durch Auszeiten in der Kühlbox direkt etwas körperlicher. Für Ingolstadt brachte Larkins Bandencheck und die Auszeit auf der Strafbank den Ausgleichstreffer in der 26. Minute durch Maurice Edwards, der mit dem Schlagschuss von der blauen Linie ins Schwarze traf. Ganze 30 Sekunden dauerte es, bis Luke Adam gemütlich um Pielmeiers Tor herumfuhr und vom Bullykreis die Scheibe in den Kasten schlenzte. Die große Chance der Gastgeber folgte kurz darauf im 5 gegen 3, das jedoch ohne ein weiteres Tor endete. Zwei Minuten vor Schluss stolperte Eisenschmid und schlug mit dem Kopf am Ingolstädter Torpfosten ein. Die Konsequenz, der direkte Gang in die Kabine, stand zum Schlussdrittel wieder auf dem Eis – Zwischenstand 2:1.

Im letzten Drittel kamen die Ingolstädter Panther etwas gewillter aus der Kabine. Die Pause und die Traineransage waren wohl so motivierend, dass sich dies direkt auf die Leistung auswirkte. Wesentlich unangenehmer, schneller und präsenter traten die Gäste auf und witterten die Chance auf den Ausgleichstreffer, der wahrlich nicht weit entfernt war und unmöglich schien. Den Sieg nehmen lassen und womöglich die Tabellenspitze gefährden wollten die Mannheimer jedoch eben auch nicht, weshalb diese mit allem Arbeitseinsatz die Abwehr stabil hielten. Der Versuch in der letzten Minute ohne Pielmeier im Tor belohnte nur die Kombination Kolarik und Adam, die noch das Empty Net Goal einfuhren – Endstand 3:1.

Text. J. Bamberger / Bilder D. Glaser // CGRN

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