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Adler Mannheim

Mannheim legt in Overtime den Sieg in Münchner Hände

Gross vs. Jackson – 3. Saison in Folge das Duell in der Finalserie
 
Für Mannheim endete die Serie im Halbfinale deutlich schneller, als die der Münchner, weshalb jetzt eineinhalb Wochen spielfrei war in der Eishockeystadt. Nachdem am Dienstagabend der Gegner nun endlich ermittelt war, konnten sich auch die Fans voll auf die Finalserie einstellen. 
 
Den Einstieg machte die Nationalhymne und das erste Bully zur Finalserieneröffnung. Direkt gingen die Mannheimer auf Münchens Goalie aus den Birken, doch ohne Erfolg. Die ersten 10 Minuten behielten die Gastgeber Oberwasser und bauten Druck auf. Zwischenzeitlich nahmen die Gefechte zu und wurden intensiver. Der Schock auf Mannheimer Seite war Eisenschmid, der sich nach einem Check vor Schmerzen auf dem Eis wand, nach kurzer Zeit jedoch wieder aus der Kabine zurück war. Die ein oder andere Bankstrafe nahmen beide Teams. Die offensichtlich übertriebenere und aggressivere Mannschaft war allerdings München, die wegen jeder Kleinigkeit sofort den Gegner in die Bande drückten, doch auch hier ohne Mehrwert, denn die Kasten blieben leer – Zwischenstand 0:0.
 
Im mittleren Spielabschnitt rappelte es endlich in der Kiste. Ben Smith erhielt die Scheibe von Luke Adam auf die Kelle und hebelte diese unter die Latte. Die Frustration und das Ungleichgewicht war den Münchnern sichtlich anzumerken. Die eigentlich solide Truppe holte des Öfteren zu dem ein oder anderen Fausthieb aus und provozierte wo es nur ging. Mannheim hingegen wollte von der Provokation nur wenig wissen und fokussierte sich auf weitere Torchancen und Stören an der blauen Linie. Mannheim als die insgesamt frischere und konzentrierte Mannschaft im Mitteldrittel ging in Führung – Zwischenstand 1:0.
 
Im vermeintlichen Schlussdrittel rafften sich die müden Gäste noch einmal auf und erzielten tatsächlich in Unterzahl den Ausgleichstreffer in der 48. Minute. Stajan auf Zuspiel von Button im Querpass erzeugten die Lücke im Torraum von Endras. Auch weiterhin blieb die Partie hart umkämpft, was für die Fans bis in den letzten Rang zu Bluthochdruck führte. Da keine Entscheidung in der regulären Spielzeit getroffen werden konnte, fuhren die Zambonis noch eine Runde – Zwischenstand 1:1.
 
Im 4. Drittel wurde es noch einmal richtig spannend. München bäumte sich zunehmend auf und provozierte mit psychologischen Tricks wie Tor verschieben oder Auszeit nehmen, wenn die Halle tobt und das auch noch mit Erfolg. Gerade dann, wenn es die Gastgeber am dringendsten nötig hatten, war die Unterstützung der Fans ausbaufähig. Trotz minimaler Besetzung im Gästefanblock mit 63 Personen, hatten die Münchner die mentale Stärke, um zurückzukommen. In der 79. Minute holte Ex-Mannheimer Frank Mauer zum Schuss aus und versenkte die Scheibe im Netz, womit der 1. Punkt der Serie an die Münchner geht – Endstand 1:2.
 
Text J. Bamberger / Bilder D. Glaser // CGRN

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