Nach dem grandiosen Auswärtserfolg in München vergangenen Freitag, hießen die Adler Mannheim heute die Grizzlies Wolfburg zu Gast.
Ronny Arendt feierte vor Spielbeginn sein 900. DEL Spiel und wurde mit Trikot und Blumenstrauß geehrt. Neuzugang Thomas Larkin (#37) hatte bereits in München sein Debüt, heute allerdings sein erstes Heimspiel.

Das erste Drittel begann nicht sonderlich erfreulich aus Sicht der Mannheimer, die bereits in der 4. Spielminute den ersten Gegentreffer zu verzeichnen hatten. Als Marcus Kink auf der Strafbank saß, dauerte es genau 15 Sekunden, bis Brent Aubin den Schläger zur richtigen Zeit an den richtigen Ort hielt und den Pass von Robert Hisey verwandelte.
Der Konter der Blau-Weiß-Roten ließ nicht lange auf sich warten, als in der 6. Minute David Wolf den Pass von Garrett Festerling hinter Linie von Felix Brückmann lupfte. Auch den zweiten Treffer erzielten die Gäste in Überzahl von Mark Voakes in der 8. Minute, den Dennis Endras unter dem Arm durchwitschte. Die Kurpfälzer zeigten bis dahin einige Chancen, verloren nach dem dritten Treffer von Wolfsburg den Faden. In der 12. Spielminute nutzte Tyson Mulock den Rebound von Dennis Endras und netzte zum 1:3 ins obere rechte Eck ein. Matthias Plachte musste in der 17. Spielminute einen Check hinnehmen und schmerzerfüllt das Eis verlassen, geahndet wurde der Regelverstoß von den Unparteiischen allerdings nicht – Zwischenstand 1:3

Bekanntlich ist das zweite Drittel immer etwas ruhiger als das die beiden anderen Drittel. Genau so begann auch Dieses, allerdings drehten die Mannheimer dann so richtig auf. In der 29. Minute bekam Chad Kolarik die Scheibe im Slot von Aaron Johnson und katapultiere sie hinter die Linie. Eine Minute später legte nochmals Chad Kolarik nach, holte zum Schlagschuss aus und legte Felix Brückmann das Ausgleichs-Ei. Daraufhin eskalierten die 12.583 Zuschauer völlig und machten Stimmung, die absolut ohrenbetäubend war. Das Unterzahlspiel überstanden die Blau-Weiß-Roten hervorragend und auch die atemberaubende Chance mit der Scheibe am Pfosten wurde sicherheitshalber von den Unparteiischen via Videobeweis geprüft. Mannheim die ganz klar bessere, effizientere und selbstsicherere Mannschaft – Zwischenstand 3:3.

Das Schlussdrittel begann in Überzahl für die Gastgeber, jedoch erfolglos für Mannheim. Allerdings ließ Chad Kolarik sich den Hattrick nicht nehmen und verwandelte den Pass von Matthias Plachta, der hinter dem Wolfsburger Tor stand, in der 40. Minute in das vierte Tor für sein Team. Nachdem die vermeintlich Unparteiischen die Zeitstrafen der Wolfsburger nicht sehen wollten und Ronny Arendt zudem auf die Strafbank musste, nahm Pavel Gross eine Auszeit, um im Powerplay den Ausgleichstreffer zu erzielen. Den Plan hatten die Wolfsburger nicht mit den Mannheimern gemacht. 2 Minuten vor Schluss nahm Wolfsburg noch eine Zeitstrafe, 10 Sekunden später auch noch Luke Adam, Felix Brückmann verließ das Tor, die Gäste versuchten ihr Glück mit weiterem Feldspieler; Dennis Endras machte dem Plan einen fetten Strich durch die Rechnung – Entstand 4:3.

Die Stimme nach dem Spiel von Chad Kolarik, der am heutigen Nachmittag auf sein 25. Saisontor erhöhte und somit den Hattrick einholte, meinte er sei sehr glücklich über den Hattrick. Wenn München in Iserlohn verlieren sollte, könnten sie den Tabellenplatz 1 gegen Mannheim verlieren, das sei das lang ersehnte Ziel nach fast 50 Spielen in dieser Saison. Er freue sich sehr auf die Playoffs, es laufe bisher alles nach Plan. Außerdem habe die Mannschaft mittlerweile eine gute Qualität zurückzukommen und das Spiel zu drehen, das habe die Mannschaft auch gegen München schon bewiesen. Nach dem Winter Game habe es Klick gemacht, alle wussten wie das System umzusetzen sei, aber ein besonderes Geheimnis gebe es nicht.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel hatte Trainer Pavel Gross das Wort.
Er habe sich mehr vorgenommen als er erreicht habe, das Tempo sei sehr gut gewesen, es gab viele Up’s und Down’s im ersten Drittel, doch die Kleinigkeiten entscheiden. Mannheim sei gerade da besser gewesen, im letzten Drittel sei es sehr ausgeglichen gewesen. Mannheim habe einen Flow und für sein Team habe es nicht gereicht.

Sean Simpson meinte es sei ein sehr schnelles Spiel mit viel Tempo gewesen. Sein Team habe die Checks ausgefahren, das letzte Drittel sei ausgeglichen gewesen, sie hätten ein Leck gefunden um das 4:3 zu erzielen.

Text J. Bamberger / Bilder D.Glaser // CGRN

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