Veranstaltung: 01 Pau
Session: Rennen 3
Strecke: Circuit de Pau / F
Pole-Position: Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP)
Rennsieger: Ralf Aron (PREMA Theodore Racing)
Wetter: Regen, 12,2 °C

Den dritten Lauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf dem 2,76 Kilometer langen Stadtkurs von Pau gewann Ralf Aron (PREMA Theodore Racing). In einem wegen starken Regens vorzeitig abgebrochenen Rennen verwies er Rookie Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP) und Jehan Daruvala (Carlin) auf die Positionen zwei und drei. Da dieser Lauf offiziell als Grand Prix de Pau gewertet wird, findet sich Aron nun in einer Siegerliste wieder, in der unter anderem auch die ehemaligen Formel-1-Stars Juan Manuel Fangio, Jim Clark und Jackie Stewart aufgeführt sind. Erster der Fahrerwertung in der FIA Formel-3-Europameisterschaft bleibt weiterhin Sacha Fenestraz (Carlin), der in diesem Lauf auf Slicks setzte und Rang 20 belegte.

Bei strömendem Regen konnte Ralf Aron am Start die Führung übernehmen, während sich der von der Pole-Position ins Rennen gegangene Enaam Ahmed auf Rang zwei einordnete. Dessen Teamkollege Alex Palou (Hitech Bullfrog GP) konnte seinen zweiten Startplatz nicht nutzen; er fiel nach einem schwachen Beginn aus den Top Ten. Da er zudem nicht korrekt in seiner Startposition stand, wurde er nach drei Runden mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

In Umlauf acht kollidierten Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) und Ferdinand Habsburg (Carlin), was die Rennleitung zum Anlass nahm, das Safety Car auf die Piste zu schicken. In der Reihenfolge Aron, Ahmed, Jehan Daruvala, Fabio Scherer (Motopark), Daniel Ticktum (Motopark) und Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) umrundeten die Nachwuchspiloten die nasse Strecke durch die Straßen von Pau.

In Runde zwölf wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen, denn der Regen wurde immer stärker. Weil sich die Witterungsbedingungen auch in den folgenden Minuten nicht besserten, entschied die Rennleitung, den Lauf nicht wieder aufzunehmen. Damit durfte sich Aron über den Sieg beim prestigeträchtigen Grand Prix de Pau freuen, Ahmed und Daruvala begleiteten den Esten auf das Siegertreppchen. Scherer, Ticktum, Shvartzman, Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing), Jonathan Aberdein (Motopark), Ben Hingeley (Hitech Bullfrog GP) und Marino Sato (Motopark) vervollständigten die Top Ten.

Ralf Aron (PREMA Theodore Racing): „Dass ich den Grand Prix de Pau gewonnen habe, bedeutet mir sehr viel, zumal ich Stadtkurs sowieso sehr gerne mag. Wir hatten im nassen zweiten Qualifying noch Probleme, aber mein Team hat die über Nacht gelöst und ich hatte heute ein wirklich gutes Auto zur Verfügung. Und dass wir uns letztendlich für Regenreifen entschieden haben, war eindeutig die richtige Wahl. Schade ist nur, dass es wegen des Abbruchs nur halbe Punkte gibt, denn ich denke, wir hätten auch die volle Punktzahl verdient. Aber so sind nun mal die Regeln. Ansonsten bin ich sehr glücklich und stolz auf unsere Leistung.“

Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP): „Ralf hatte einfach einen besseren Start als ich und ist an mir vorbeigeschossen. Ich konnte ihm dann folgen und denke, dass wir phasenweise die schnellsten Fahrer im Feld waren. Ich freue mich riesig, an meinem ersten Rennwochenende in der FIA Formel-3-EM schon einen Podestplatz erobert zu haben. Ich fahre hier gegen die besten Nachwuchspiloten der Welt und bringe nun eine Pole-Position und einen Podestplatz mit nach Hause – das ist wirklich klasse.“

Jehan Daruvala (Carlin): „Am Start konnte ich von Rang fünf auf Position drei vorfahren. Die beiden Fahrer vor mir waren zunächst schneller und konnten sich einen Vorsprung aufbauen. Später ist mir ein Fehler unterlaufen: Ich bin auf einen Kerb geraten und hatte fortan Angst, dass meine Radaufhängung brechen könnte. Dies war mir schon in Rennen eins passiert, was immer noch in meinem Hinterkopf war. Vielleicht war der Abbruch so gesehen auch gut für mich, denn so konnte mir keiner mehr den dritten Platz nehmen.“