Was war es wieder schön. Am Wochenende vom 01.06. – 03.06.2018 richtete das Fachmagazin sport auto wieder ihr kultiges Spektakel für alle Sportwagen begeisterte aus.

Früher hieß die Veranstaltung Tuner Grand Prix. Weil eben die besten Tuner in verschiedenen Klassen gegeneinander antraten. So natürlich auch heute noch. Vom hochgezüchteten Über-Polo bis zum 800 PS Supersportwagen ist alles vertreten. Gefahren wurde in zwei Wertungsläufen, einem am Samstag, einem am Sonntag. Anschließend das Finalrennen, das in umgekehrter Reihenfolge startet. Die Langsamsten vorne, die Schnellsten hinten. Somit ist für reichlich Aktion gesorgt.

Ganz neue dieses Jahr, ist das Beschleunigungsrennen auf der Start- und Zielgeraden. Gegen 10,– Euro Startgebühr konnte im Prinzip jeder daran teilnehmen. Oder wer sich getraute im Renntaxi mit Profis wie Porsche Testfahrer Lars Kern und TV Held Tim Schrick über den Kurs donnern. Wer es ruhiger mochte, schaute sich einfach die vielen ausgestellten Sportwagen im Fahrerlager an. Chevrolet, Jaguar oder auch Tuner wie Performmaster (AMG GT) oder Power4McLaren (McLaren 570S mit über 700 PS).

Gedriftet wurde natürlich auch wieder. Hinten an der Mercedes-Tribüne machte sich die Highspeed DriftChallenge breit. Hier geht es um Driftwinkel, Speed und vor allem Spaß. Gestartet wurde an der Spitzkehre in Rennrichtung Mercedes-Tribüne. Da kommen die Fahrzeuge mit bis zu 200 km/h quer angeflogen. Ein Mords Spektakel. In der Sachkurve fand die sogenannte Big-Entry-Challege statt. Wer den wildesten und spektakulärsten Entry in die Sachskurve zauberte wurde belohnt. Glauben Sie mir, hier sind einige schräge Vögel dabei. War eine lustige Geschichte.

Mit Spannung wurde das Duell der zwei Corvette-Teams bei den Tunern erwartet. Das Geiger-Team aus München, bekannt aus der Doku Reihe „der Geiger“ und das TIKT-Team mit seinem schon kultigen Teamchef und Fahrer TomislavBodrozic alias „the Lord“. Die Teams beäugen sich, Rivalität aber auch Respekt ist vorhanden. Zwei Corvette Z06 bis zum Anschlag getunt. Großes und professionelles Team bei Geiger. Ein junges und engagiertes Team beim Lord. Luzifer nennt er sein Baby. Passt zu dem schwarzen Ungeheuer. Bei den Leistungsangaben stapeln alle tief. Geiger nennt etwa 750 PS als Maximum. Offiziell bei TIKT sind es 799 PS. Unter der Hand hört man von über 800 bis sogar 900 PS.

Wie auch immer. Geiger hat diesmal wieder gewonnen. Was vielleicht nicht nur am guten Auto liegt, sondern sicherlich auch am Profi Rennfahrer Daniel Keilwitz aus den ADAC GT Masters. Der Lord ist zwar ein guter Fahrer, aber eben kein Profi und wurde Dritter. Zweiter wurde die ebenfalls von Geiger Cars eingesetzte Viper.

Doch das war nur ein Duell von vielen. Mehr Infos und Ergebnisse unter https://event.motorpresse.de/events/sport-auto-high-performance-days/32996

Nächstes Jahr (Mai/Juni) geht es zu einer weiteren Rund um den Kampf der schnellsten Tuner und besten Drifter. Tageskarte (2018) für 15,–, Wochenende für 25,– ist ein fairer Preis für so viel Spektakel. Fahrerlager und Boxengasse sind frei zugänglich.

Text: Dirk Schmied, Gernot Humm

Bilder: Dirk Schmied