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Rhein Neckar Löwen

Appelgren verdirbt Stuttgarter Heimpremiere

Ein überragender Mikael Appelgren hat den Rhein-Neckar Löwen den zweiten Saisonsieg in der DKB Handball Bundesliga gesichert und dem TVB 1898 Stuttgart die Heimpremiere der neuen Saison verdorben. Beim 26:20 (14:9) Erfolg der Rhein-Neckar Löwen in der Stuttgarter Porsche-Arena war der Torhüter der überragende Mann auf dem Feld. Gudjon Valur Sigurdsson und Andy Schmid erzielten je sechs Treffer für die Gäste, die rund zehn Minuten vor dem Ende schon mit neuen Toren führten und am Ende einen deutlicheren Sieg sogar noch aus der Hand gaben.

Löwen gewinnen erstes Auswärtsspiel beim TVB 1898 Stuttgart

„Ich bin sehr zufrieden, weil wir die Partie klar dominiert und am Ende sicher gewonnen haben. Ein Kritikpunkt ist vielleicht, dass wir nicht mehr Treffer erzielt haben, aber daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten“, sprach Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen nach dem Spiel.

Zehn Minuten waren in der Porsche Arena von Stuttgart gespielt, da musste Stuttgarts Trainer Jürgen Schweikardt bereits seine erste Auszeit nehmen. Die Gastgeber drohten früh den Anschluss an die Löwen zu verlieren, die mit einem Traumstart in die Partie starteten. Nach zwei schnellen Toren von Steffen Fäth und Patrick Groetzki führte der Vizemeister nach zehn Minuten bereits mit 6:2, auch weil Mikael Appelgren im Tor bis zu diesem Zeitpunkt schon fünf Paraden für sich verbuchen konnte. Die Gastgeber blieben immer wieder in der starken 6:0 Abwehr der Badener hängen, während der Vizemeister im Angriff zu sehenswerten Treffern kam. So setzte Geburtstagskind Andy Schmid Kreisläufer Jannik Kohlbacher immer wieder sensationell in Szene. Nach seinen zehn Toren im ersten Bundesligaspiel gegen Lemgo kam der Neuzugang von der HSG Wetzlar in der heutigen Partie auf fünf Treffer.

Mit Jesper Nielsen fehlten den Löwen am Abend ein weiterer Neuzugang aufgrund von Leistenproblemen. Doch die Defensive stand auch ohne den Schweden erstklassig, Ilija Abutovic und Gedeon Guardiola überzeugten im Innenblock vor einem starken Mikael Appelgren im Tor, nur drei Feldtore der Stuttgarter bei zwei zusätzlichen Strafwürfen in den ersten zwanzig Minuten waren ein Ausrufezeichen für die überragenden Abwehrarbeit der Gäste in den Anfangsminuten. So nahm Jürgen Schweikardt nach zwanzig Minuten bereits seine zweite Auszeit, die Löwen führten zu diesem Zeitpunkt mit 10:5 und mussten fünf Minuten vor der Halbzeitpause eine Schrecksekunde überstehen, als Mikael Appelgren einen Wurf von Dominik Weiß direkt ins Gesicht bekam. Doch der Schwede konnte nach kurzer Behandlung die Partie fortsetzen und war mit seinen elf Paraden in der ersten Halbzeit einer der Garanten für die 14:9 Führung der Gäste zur Pause.

Auch die beiden ersten Treffer der zweiten Halbzeit gingen auf das Konto der Löwen, zwei Ballverluste des TVB bestrafte der Vizemeister mit schnellen Toren. Stuttgart leistete sich im Angriffsspiel erschreckend viele einfache Ballverluste, hätten nicht die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte sich auch einige Unkonzentriertheiten im Abschluss erlaubt, die Partie wäre frühzeitig entschieden gewesen. „Wir haben richtig gut gespielt, auch wenn wir eine Phase hatten, in der wir es verpasst haben deutlich wegzuziehen“, sagte Mikael Appelgren nach dem Spiel, während Stuttgarts Trainer Jürgen Schweikardt nur die Gratulation an die Gäste blieb. „Wir haben uns einfach zu viele Fehler erlaubt, das bestraft eine Spitzenmannschaft natürlich sofort.“ So vergaben die Löwen gleich zweimal die Chance den Vorsprung auf zehn Treffer auszubauen. Beim 24:15 scheiterte Gudjon Valur Sigurdsson zunächst vom Siebenmeterpunkt an Jonas Maier, ehe der Isländer auch ein Kempaanspiel von Andy Schmid vergab. Am klaren Sieg der Löwen gab es am Ende aber keine Zweifel, spätestens beim 22:14 eine Viertelstunde vor dem Ende durch den fünften Tagestreffer von Andy Schmid hatte der Vizemeister die Partie zur Freude der zahlreichen mitgereisten Fans entschieden.

Text Rhein-Neckar Löwen / Bild DG CGRN

TVB 1898 Stuttgart – Rhein-Neckar Löwen 20:26 (9:14)

TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Maier; Schimmelbauer (2), Weiß (1), Schagen (2/2), Schweikardt (2), Späth (1), Kraus (2/2), Markotic (1), Baumgarten (2), Röthlisberger, von Deschwanden (2), Pfattheicher (1), Schmitt (4)

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (6/1), Lipovina, Sigurdsson (6/2), Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah (1), Fäth (3), Groetzki (3), Taleski, Guardiola, Petersson (2), Kohlbacher (5)

Trainer: Jürgen Schweikardt – Nikolaj Jacobsen

Schiedsrichter: Colin Hartmann – Stefan Schneider

Zuschauer: 5849

Strafminuten: Röthlisberger (4) Weiß (2), Schimmelbauer (4), Späth (2) – Abutovic (2), Sigurdsson (2)

Siebenmeter: 5/4 – 4/3

TVB 1898 Stuttgart: Schagen scheitert an Palicka

Rhein-Neckar Löwen: Sigurdsson scheitert an Maier

Zeitstrafen: 6 – 2

Spielfilm: 2:3 (5.), 2:6 (10.), 4:8 (15.), 5:10 (20.), 8:11 (25.), 9:14 (HZ), 11:16 (35.), 13:18 (40), 14:22 (45.), 15:24 (50.), 20:26 (EN)

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