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Rhein Neckar Löwen

Vorgezogener Festtag für die Löwen-Fans

Spieler und Anhänger feiern beim Triumph über Flensburg eine Handball-Party

Die Emotionen kochten am Ende so hoch wie die Erwartungen im Vorfeld: Nach dem 32:27 (20:16) im Spitzenspiel des 18. Spieltags der DKB Handball-Bundesliga feierten die Spieler der Rhein-Neckar Löwen mit ihren Fans, indem sie den Sport-Party-Klassiker mit „Humba, humba“ und „Tätärä“ anstimmten. Stimmungsmäßig war das seit der Meistersause im Sommer dieses Jahres der Höhepunkt in 2017 – und er kam drei Tage vor Weihnachten genau zum richtigen Zeitpunkt. „Schön, dass wir uns so bei den Fans bedanken konnten“, sagte Löwen-Torwart Mikael Appelgren, der nach seiner Einwechslung Ende der ersten Halbzeit zum Matchwinner für den Deutschen Meister wurde und mit dem Großteil der 13.200 Handball-Anhänger in der ausverkauften SAP Arena gerne feierte.

Mit einem Punkt Vorsprung auf die Füchse Berlin und gar mit drei Zählern auf die am Donnerstag geschlagene SG Flensburg-Handewitt gehen die Löwen ins letzte Spiel des Jahres zum TVB Stuttgart (Dienstag, 26. Dezember, 17 Uhr). Die komfortable Ausgangsposition fühlt sich vor allem aufgrund der kleinen Schwächephase Ende November richtig gut an. Der Erfolg gegen Flensburg war der fünfte in Folge in der Bundesliga. Entsprechend groß war die Freude bei den Spielern. Dass Nordlicht Hendrik Pekeler nach einem Treffer für seine Verhältnisse schier ausrastet und ein sonst eher schweigsamer Gudjon Valur Sigurdsson ein fast schon euphorisches Interview nach dem Spiel gibt, darf als Zeichen besonderer Ausgelassenheit gewertet werden.

„Ein schöner Moment“

Es steckten tatsächlich unheimlich viele Emotionen in der Partie. Flensburg-Keeper Mattias Andersson rastete aus, weil seine Abwehr ihn in der ersten Hälfte komplett im Stich ließ. Die Löwen-Bank kassierte eine Gelbe Karte, weil man überhaupt nicht einverstanden war mit einer Schiedsrichter-Entscheidung. Viel hing an der Partie Meister gegen Vizemeister, Erster gegen Zweiter – und groß war dann auch die Erleichterung auf der Seite der Sieger. „Jetzt Spitzenreiter zu sein, ist ein schöner Moment und diese Leistung gezeigt zu haben, macht uns glücklich. Aber wir dürfen keinen Blick auf die Tabelle verschwenden. Die Saison ist noch lang. Wichtig ist, wo wir am Ende stehen. Es geht immer weiter“, sagte Linksaußen Sigurdsson, der mit zehn Treffern und einer auch in der Abwehr bärenstarken Leistung vollkommen zurecht zum „Man of the Match“ gewählt wurde – einen Millimeter vor Flensburg-Schreckgespenst Appelgren.

Für die beiden Skandinavier geht es nun bald Richtung Europameisterschaft, genauso wie für einen Großteil der bunt gemischten Löwen-Truppe. Neun Nationalitäten sind unter den Hallendächern in Kronau und Mannheim vereint und so war es fast schon zwangsläufig, dass die Löwen im Rahmen des Duells mit Flensburg die „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“ unterzeichneten. Geschäftsführerin Jennifer Kettemann sprach davon, dass das Bekenntnis zu einer offenen, toleranten und chancengleichen Gesellschaft sehr gut zu den Grundsätzen des Vereins passe. Sport-Bürgermeister Lothar Quast, der in Vertretung von Oberbürgermeister Peter Kurz zur Unterzeichnung in die SAP Arena kam, zeigte sich erfreut darüber, dass sich die Rhein-Neckar Löwen „als Aushängeschild der Stadt Mannheim“ der Erklärung anschließen.

Grüße von Kimi

Abgerundet wurde der sportliche Feiertag von dem Erfolg der Löwenherz-Aktion inklusive Spenden-Rekord von über 26.000 Euro – sowie den von den Fans gefeierten Weihnachtsgrüßen der Mannschaft und Löwen-Idol Kim Ekdahl du Rietz. Nach den Wahnsinnskrachern gegen Berlin und Flensburg schließt die Löwenhöhle nun ihre Pforten. Wiedereröffnung ist am 8. Februar: Dann starten die Löwen ins Bundesliga-Handball-Jahr 2018 mit einem Heimspiel gegen den TBV Lemgo.

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Text Rhein-Neckar Löwen // Bilder DG CGRN

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